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Benjamin Görlach

Benjamin Görlach

MSc (Economics)
Head, Economics and Policy Assessment
Senior Fellow

Benjamin Görlach ist Umweltökonom und Senior Fellow am Ecologic Institut. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Evaluation umweltpolitischer Instrumente und die ökonomische Bewertung von Umweltgütern. Er ist deutscher Muttersprachler, arbeitet auf englisch und niederländisch und hat solide Französischkenntnisse.

In seiner Arbeit befasst sich Benjamin Görlach vor allem mit den Wirkungen ökonomischer Instrumente im Klimaschutz. So war er Hauptautor einer Studie zur Rolle von Umweltsteuern als möglicher Beitrag zur Bewältigung der Finanz- und Wirtschaftskrise und hat zu einer Reihe von Studien und Veröffentlichungen zum Instrumentenverbund in der Klimapolitik, zum Design und zur Umsetzung von ökonomischen Instrumenten im Klimaschutz beigetragen. In der Vergangenheit untersuchte er u. a. die Wirksamkeit der ökologischen Steuerreform und den Abbau umweltschädlicher Subventionen. Er betrachtete verschiedene Aspekte des europäischen Emissionshandels (EU ETS) und seiner Umsetzung in Deutschland näher, darunter die Ausgestaltung von Benchmarks und Auktionen als Zuteilungsinstrument, die Nutzung von Grenzausgleichsmaßnahmen und anderen Instrumenten zum Ausgleich von Wettbewerbsnachteilen und die Einpassung des Emissionshandels in den klimapolitischen Instrumentenverbund Deutschlands. Aktuell leitet Benjamin Görlach das innerhalb des Siebten Rahmenprogramms (RP7) geförderte Forschungsprojekt CECILIA2050, im Rahmen dessen 10 Partner einen klimapolitischen Instrumentenmix für die Transformation Europas zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft entwickeln. Darüber hinaus leitet Benjamin Görlach gemeinsam mit Michael Mehling die ICAP Summer Schools zu Emissionshandel für Teilnehmer aus Entwicklungs- und Schwellenländern, von denen das Ecologic Institut seit 2009 sechs Veranstaltungen in Europa, China und Lateinamerika durchgeführt hat.

Andere Themengebiete seiner Arbeit sind die Anpassung an den Klimawandel, wo er kürzlich an der ersten wirtschaftlichen Bewertung möglicher Anpassungsmaßnahmen in Deutschland beteiligt war, und die Bewertung des wirtschaftlichen und sozialen Nutzens der Umweltpolitik, die er für Israel und die besetzten palästinensischen Gebiete quantifiziert hat. Weiterhin arbeitet Benjamin Görlach zu wirtschaftlichen Fragestellungen der UN-Nachhaltigkeitspolitik, etwa zur Finanzierung der internationalen Umweltpolitik und der Transformation zu einer grünen Wirtschaft.

Zuvor war Benjamin Görlach von 2007 bis 2008 bei der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA) beschäftigt. Seine Arbeit im Fachgebiet E 2.3 für Ökonomie und Statistik umfasste Analysen des EU ETS und seiner Umsetzung in Deutschland, einschließlich einer umfassenden Evaluation der ersten Handelsperiode des Emissionshandels. Ferner war er mit der Herleitung von Benchmarks für die Zuteilung von Emissionsberechtigungen und mit den Wettbewerbsauswirkungen des Emissionshandels ("carbon leakage") befasst.

Von 2002 bis 2007 war Benjamin Görlach bereits als Umweltökonom am Ecologic Institut tätig. In dieser Zeit konzentrierte sich seine Arbeit vor allem auf die ökonomische Bewertung von Umweltgütern und die Kosten und Nutzen der Umweltpolitik sowie die Rolle solcher Daten in der Auswahl, Gestaltung und Folgenabschätzung umweltpolitischer Maßnahmen. Inhaltlich arbeitete er damals v. a. zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) sowie zum Boden- und Hochwasserschutz. Vor seiner Arbeit am Ecologic Institut absolvierte Benjamin Görlach Praktika am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie und in der wirtschaftswissenschaftlichen Abteilung des UBAs. Zudem war er als freier Mitarbeiter für das Sustainable Europe Research Institute (SERI) in Wien tätig.

Benjamin Görlach studierte Volkswirtschaft an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, an der Universität in Maastricht (Niederlande) und am Trinity College in Dublin (Irland). Er hat einen Abschluss als Master in International Economic Studies von der Universität Maastricht. Im Jahr 2006 nahm er als Marshall Memorial Fellow des German Marshall Fund of the United States (GMF) an einer vierwöchigen Studienreise durch die USA teil.