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Der Wandel zu einer klimafreundlichen Wirtschaft: Beispiele und Möglichkeiten aus Europa und den USA

Der Wandel zu einer klimafreundlichen Wirtschaft: Beispiele und Möglichkeiten aus Europa und den USA

Timeloc
24. Juni 2009

Georg RiegelMichael AllegrettiAm 24. Juni 2009 fand in Berlin ein internationaler Riverside Chat statt, der Michael Allegretti und Dr. Georg Riegel zu einer Diskussion über Chancen und Herausforderungen für eine klimafreundliche Wirtschaft zusammenbrachte. Michael Allegretti ist Leiter der Abteilung “Government Relations” bei der Climate Group; Dr. Georg Riegel ist Gründer und Geschäftsführer der deZem GmbH.

Michael Allegretti eröffnete die Diskussion mit der Skizzierung des derzeitigen umweltpoltischen Kurses, den die neue Regierung in den USA unter Präsident Barack Obama eingeschlagen hat. So sind mit den jüngsten Konjunkturanreizprogrammen bedeutende Finanzmittel für die Entwicklung erneuerbarer Energien und Klimaschutz vorgesehen. Michael Allegretti hob die Bedeutung des kürzlich verabschiedeten Waxman-Markey Gesetzentwurfs zu Klima und Energie hervor, der einen bedeutenden Schritt in der US-Klimapolitik darstelle. Der Entwurf sei deshalb so wichtig, weil er ausdrücke, dass die USA nun in Sachen Klimaschutz zu handeln beginnen. Er warnte allerdings auch, dass die Verabschiedung durch den Senat erst noch bevorstehe. Es sei nicht einfach, die 66 Stimmen, die für die Zustimmung nötig seien, zu erreichen.

Georg Riegel betonte in seinem Diskussionsbeitrag vor allem die Notwendigkeit, im Energiebereich eine bessere Effizienz zu realisieren. Unter derzeitigen Bedingungen würde nahezu die Hälfte der Energie vergeudet. Es sei sehr wichtig, dass die Verbraucher hier eine Schlüsselfunktion einnehmen. Durch einfache Veränderungen könne viel erreicht werden, ohne das gesamte Energiesystem maßgeblich überholen zu müssen. Nach Georg Riegel sei gute Informationspolitik effektiver als eine „command and control“ Politik. Mit besserer Information und Ausbildung seien bedeutende positive Auswirkungen möglich.

Den Beiträgen von Michael Allegretti und Georg Riegel folgte eine Diskussion, die vor allem der praktischen Umsetzbarkeit von Georg Riegels Ausführungen galt. Die Teilnehmer einer amerikanischen Delegation, die einen großen Teil der Gäste des Abends ausmachten, waren insbesondere daran interessiert, wie die Vorschläge in den Kontext des von Michael Allegretti dargestellten Klimaprogramms der USA passen könnten. So tauchte insbesondere die Frage auf, wie trotz der Schwierigkeiten der derzeitigen Wirtschaftskrise das Bewusstsein in Unternehmen und Wirtschaft gestärkt werden könne, um eine klimafreundliche Wirtschaft voranzubringen.

Der Riverside Chat fand im Kontext eines Besuchsprogramms statt, das vom Ecologic Institut im Rahmen der Transatlantischen Klimabrücke organisiert und durchgeführt und vom Auswärtigen Amt finanziert wurde. Das Programm diente dem transatlantischen Austausch über Kooperationen im Bereich Klima und Energie und brachte hochrangige Entscheidungsträger verschiedener US-Bundesstaaten nach Berlin, Potsdam und München.