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Energiewende in Europa - Erfahrungen aus Dänemark und Deutschland

Energiewende in Europa - Erfahrungen aus Dänemark und Deutschland

Timeloc
21. September 2015 bis 25. September 2015
Kopenhagen, Dänemark / Berlin und Brandenburg
Deutschland
auf Tour mit den neuen ELEEP Fellows 2015-2016

Die erste Studienreise der ELEEP-Fellows 2015-2016 fand vom 21. bis zum 25. September 2015 statt. 15 ELEEP-Mitglieder besuchten Dänemark und Deutschland, um die Chancen und Herausforderungen der europäischen Energiewende zu untersuchen.

Kopenhagen, Dänemark

Die Studienreise begann mit einem Besuch in Kopenhagen, um etwas über Dänemarks bedeutende Erfolge bei der Förderung von kohlenstoffarmen Technologien sowie dessen ambitionierte Pläne, bis 2050 völlig unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden, zu lernen. Zu den Aktivitäten in Dänemark gehörten das Erklettern einer Windkraftanlage des Middelgrunden Offshore Windparks, eine Tour des Amager Resource Centre KWK Müllheizkraftwerks sowie ein Besuch des Hauptgebäudes der LEED Platinum zertifizierten UN City. Teilnehmer der Studienreise hatten außerdem die Möglichkeit, Vertreter der dänischen Energiebehörde und des Dänischen Industrieverbandes zu treffen, und von der State of Green Kommunikationsagentur etwas über die Geschichte der dänischen Energiewende zu erfahren. Zwischen den Terminen bewegte sich die Gruppe mit öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem Fahrrad durch die Stadt und testete dabei die berühmte Radverkehrsinfrastruktur.

Berlin und Brandenburg, Deutschland

Die zweite Hälfte der Reise führte nach Deutschland, um etwas über die deutsche Energiewende zu lernen, also Deutschlands ambitionierte Bemühungen, aus der Kernenergie auszusteigen und gleichzeitig das deutsche Energiesystem zu dekarbonisieren. Da bereits in Dänemark einige Erfolge der europäischen Energiewende erkundet wurden, konzentrierte sich der Besuch in Deutschland stattdessen auf die Herausforderungen bei der Dekarbonisierung. Zu den Orten, die in Berlin und Brandenburg besucht wurden, zählten:

  • Der Tagebau Jänschwalde des Energieunternehmens Vattenfall, um etwas über den Braunkohleabbau in Deutschland und die wirtschaftlichen und umweltbezogenen Herausforderungen beim Kohleausstieg zu lernen
  • Das Regionalzentrum Neuenhagen des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz, um ein Umspannwerk zu besuchen und zu diskutieren, wie das Unternehmen den zunehmenden Anteil von stark schwankenden erneuerbaren Energien erfolgreich integrieren kann
  • Die mit Steinkohle betriebene Kraft-Wärme-Kopplungsanlage Reuter West in Berlin, um etwas über die Rolle von KWK in Deutschland und den Einfluss erneuerbarer Energien auf fossile Kraftwerke auf dem deutschen Strommarkt zu erfahren

Die Studienreise endete mit Expertenvorträgen zur deutschen/dänischen Energiepolitik, um zu reflektieren, was die wichtigsten Erkenntnisse der Reise waren und was die Zukunft für die europäische Energiewende bereithält. In einer ELEEP Präsentation beim Mittagessen verglich Dr. Stephanie Ropenus (Senior Associate, Agora Energiewende) die Erfahrungen von Dänemark und Deutschland und stütze sich dabei auf Erkenntnisse eines laufenden Forschungsprojekts. Katharina Umpfenbach (Energy Coordinator, Ecologic Institut) schloss das Programm mit einer Vorschau auf Herausforderungen und Chancen auf dem Weg der deutschen Energiewende.

Gefördert werden Netzwerk und Studienreisen weiterhin durch die Europäische Union und die Robert Bosch Stiftung.