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Wunschdenken und Besorgnisse in Bezug auf Regelung und Governance von Geoengineering

Wunschdenken und Besorgnisse in Bezug auf Regelung und Governance von Geoengineering

TimeLoc
18. August 2014 bis 21. August 2014
Berlin
Deutschland

Bei der internationalen Konferenz zu Climate Engineering vom 18. bis 21. August 2014 in Berlin war Dr. Ralph Bodle, Senior Fellow am Ecologic Institut, Referent und Podiumsteilnehmer zum Thema Völkerrecht und Governance von Climate Engineering.

Die Konferenz wurde veranstaltet vom Potsdamer Institut for Advanced Sustainability Studies (IASS). Über 300 Teilnehmer aus Forschung, Politik und Zivilgesellschaft diskutierten die komplexen und miteinander verbundenen ethischen, sozialen und technischen Apsekte von Climate Engineering.

Der Begriff Geoengineering (auch: climate engineering) bezeichnet gewollte Eingriffe in das Klimasystem, um den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken, ohne dabei Emissionen zu reduzieren, z. B. durch das Hemmen oder Reduzieren der eintretenden Sonneneinstrahlung in der oberen Atmosphäre oder durch Verstärken der Bindung von CO2 im Wege so genannter "Ozeandüngung". Da globale Anstrengungen zur Minderung der Treibhausgase nach wie vor unzureichend sind, erlangen Konzepte für Climate engineering wachsende Aufmerksamkeit. Zu den möglichen Nachteilen gehören Unsicherheit über die Auswirkungen auf die Umwelt (z. B. sich ändernde Niederschlagsmuster) and ein erhebliches Potential für internationale Spannungen, da die einseitige Anwendung von climate engineering auch andere Staaten betrifft.

In seinem Vortrag und der Podiumsdiskussion zu völkerrechtlichen Regelungen stellte Ralph Bodle dar, wie Wunschdenken und Besorgnisse die Diskussionen zur Regelung und Governance von Geoengineering in der Praxis betreffen. Er analysierte Probleme bei Wissen und Herangehensweisen, die sich aus Annahmen, Erwartungen und Befürchtungen von Nicht-Juristen in Bezug auf internationales Recht ergeben. Solche Missverständnisse unter den Disziplinen sind zum Teil normal, könnten aber auch zu einem grundsätzlichen Graben zwischen naturwissenschaftlichen und rechtlich/politischen Rationalitäten und Herangehensweisen führen.

In einer weiteren Session zur internationalen Governance von Climate Engineering Forschung präsentierte Ralph Bodle konkrete Regelungsvorschläge aus einer Studie, die das Ecologic Institut im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) erstellt hat. Die Veranstaltung wurde moderiert von R. Andreas Kraemer, dem Direktor des Ecologic Instituts.  Die Teilnehmer diskutierten Kernfragen zur Regulierung von Forschung von Climate Engineering. Die Studie steht zum Herunterladen zur Verfügung.


Veranstalter
Datum
18. August 2014 bis 21. August 2014
Ort
Berlin, Deutschland
Sprache
Englisch
Schlüsselwörter
internationales Umweltrecht, Governance, Geoengineering, climate engineering Forschung, Solar Radiation Management, SRM, Carbon Dioxide Removal, CDR, Klima, Biodiversität, UNFCCC, CBD, rechtliche Regelungen, Regulierung, Umweltvölkerrecht, Welt, global