Verwandte Inhalte für das Projekt "Resilienzsteigernde Strategien für Küsten – ToolKIT (RISC-KIT)" (Projektnummer 2729)
Publikation:Buchkapitel
Es ist hinlänglich bekannt, dass isolierte nationale und regionale Anstrengungen zur Schadensbekämpfung des Klimawandels nicht ausreichen und dass es eines globalen Konzeptes bedarf. Paradoxerweise sind aber Wahrnehmungen des Umwelt- und Klimawandels und die Handhabung der Schadensbegrenzung von regionalen und lokalen Verhaltensmustern geprägt. Dr. Grit Martinez vom Ecologic Institut und Prof. Michael Paolisso von der Universität Maryland ergründeten Wissen und Werte von lokalen kulturellen Bevölkerungsgruppen und erörtern wie selbige zum Verständnis von Klimawandel, Verwundbarkeit, Anpassung und Resilienz beitragen.
Stürme mit weitreichenden Folgen haben die Anfälligkeit der Küstengebiete in Europa und darüber hinaus gezeigt. Diese Auswirkungen werden aufgrund des vorhergesagten Klimawandels und der anhaltenden Küstenentwicklung wahrscheinlich zunehmen. Um die Auswirkungen zu reduzieren, müssen Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge (DRR) ergriffen werden, die die Auswirkungen von Stürmen und anderen Unwetterereignissen verhindern oder mildern. Dieses Konferenzpapier gibt einen Überblick über die Produkte und Ergebnisse, die aus dem RP7-geförderten Projekt RISC-KIT stammen. Das Projekt hat das Ziel eine Reihe von Werkzeugen, mit denen hochverletzbare Küstengebiete (so genannte "Hotspots") identifiziert werden können, zu entwicklen und anzuwenden. Das Konferenzpapier steht zum Download zur Verfügung.
Am 19. Oktober trafen sich auf Einladung des RP7-Projektes RISC-KIT und des Geologischen Service der Region Emilia-Romagna Mitarbeiter von lokalen und regionalen Planungsbehörden zum ersten italienischen RISC-KIT Anwendertag in Bologna. Die Teilnehmer diskutieren den Status quo der regionalen Küstenschutzmaßnahmen sowie die Verbesserung von Präventions-, Schutz- und Verteidigungsmaßnahmen im Fall von Stürmen, Erosion und Springfluten. Für das Ecologic Institut präsentierte Dr. Grit Martinez die Ergebnisse einer Studie, die wesentliche soziale, politische und kulturelle Faktoren zur Verbesserung und Implementierung von risikoreduzierender Maßnahmen für die strategisch bedeutende touristischen Region Emilia Romagna vorstellte.
Bei der Formulierung von Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge und –bewältigung in Küstengebieten arbeiten Sozial- und Geisteswissenschaften mit den Natur- und Ingenieurswissenschaften interdisziplinär zusammen. Dieser Artikel illustriert sowohl das Potenzial als auch die Herausforderungen dieser Zusammenarbeit. Die Erstautorin Dr. Grit Martinez vom Ecologic Institut, vermittelt ihre Erfahrungen im EU-Projekt RISC-KIT anhand zweier Fallbeispiele in den europäischen Küstengebieten Porto Garibaldi (Italien) und Rio Formosa (Portugal). Der Artikel steht als Download zur Verfügung.
Vom 4. bis 6. September 2016 veranstaltete die Estuarine & Coastal Sciences Association (ECSA) ihre 56. Multidisziplinäre Forschungskonferenz "Küstensysteme im Wandel von einem 'natürlichen' zu einem 'menschlich modifizierten Zustand'" in Bremen. Dr. Grit Martinez vom Ecologic Institut und Prof. Paolo Ciavola von der Universität Ferrara richteten die Veranstaltung "Praktische Veranschaulichung der menschlichen Dimension in Küstensystemen und Grundlagen ihrer Beeinflussung" aus. Ergebnisse des RP7-Projekts RISC-KIT und weiterer europäischer und außereuropäischer Projekte wurden vorgestellt. Die Vortragsfolien stehen als Download zur Verfügung.
Dieser Leitfaden stellt einen neuen Ansatz vor, um die Interessengruppen an der Küste bei der Entscheidungsfindung über Maßnahmen und Alternativen zur Reduzierung von Katastrophenrisiken zu unterstützen. Im Rahmen des RISC-KIT-Projektes und der Toolbox wird ein ganzheitlicher DRR-Maßnahmenansatz vorgestellt, der biophysikalische Umwelt, Governance-Aspekte und praktische Beispiele aus Küstengebieten in Europa und anderswo umfasst. Der Leitfaden richtet sich an eine Vielzahl von Akteuren an der Küste mit unterschiedlichem Kenntnisstand über DRR-Maßnahmen. Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Gesamtstruktur des Leitfadens.
Dieser Film stellt die im europäischen RP7-Verbundprojekt RISC-KIT entwickelten Tools vor: 1) eine Küstensturm-Datenbank, 2) ein Gerüst zur Risikobewertung für Küstengebiete, 3) ein webbasiertes Management-Handbuch, 4) ein Hotspot-Tool und Frühwarnsystem und 5) einen Leitfaden zur Mehrkriterienanalyse. Diese Tools vereinfachen die Prognose, Vorhersage und Frühwarnung, verbessern die Bewertung langfristiger Küstenrisiken und helfen bei der Kombination von Präventions-, Abschwächungs- und Vorsorgemaßnahmen. Der Film, mit Animationen von Beáta Vargová (Ecologic Institut), ist im YouTube-Kanal des Ecologic Instituts verfügbar.
Der Artikel präsentiert Informationen über die Stürme von 1872 und 1904 entlang der Küste von Scania, die im Hinblick auf die Entwicklung des Risikobewusstseins, der Verletzlichkeit und der Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft im Laufe der Zeit analysiert werden. Der Artikel, zu welchem Dr. Grit Martinez vom Ecologic Institut beitrug, steht als Download zur Verfügung.
Die Küsten Europas als Lebensraum sind durch menschliche Kultivierung entstanden und geprägt durch Nutzung, Besiedlung und neue Formen des Freizeitverhaltens. Zur Zeit der römischen Verträge, war Europa noch von den Spuren des Zweiten Weltkrieges gekennzeichnet, jedoch schon durch eine Aufbruchsstimmung geprägt, die sich im Wunsch nach freiheitlicher Lebensweise, Freizeitaktivitäten und nach Reisen ausdrückte. Die vielseitigen und oftmals spektakulären Küstenabschnitte in Europa stellten ideale Reiseziele dar, die bald zu intensiver Bebauung vieler europäischer Küstenabschnitte führten und das Zeitalter des Massentourismus einläuteten. Angetrieben durch eine generelle Gläubigkeit in ingenieurwissenschaftliche Fähigkeiten führte dies bald zu massiven Eingriffen in die Küstendynamik und trug zur Forcierung von Erosionsprozessen bei. Heute leben mehr als 42% der Europäer in Küstenregionen mit einem infrastrukturellen Wert nahe 959 Billionen Euro. Gegenwärtige und vergangene Sturmflutereignisse belegen, dass Küstenregionen signifikanten Risiken ausgesetzt sind, die zur Lahmlegung von Städten und Regionen führen können.