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Ökosystembasierte Ansätze zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz im deutschsprachigen Raum

Ökosystembasierte Ansätze zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz im deutschsprachigen Raum

Stabile und intakte Ökosysteme sind essentiell für den Klimaschutz und für die Anpassung an den Klimawandel. Das betrifft viele Sektoren wie bspw. Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Tourismus, Stadtplanung und Wasserwirtschaft. Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen, die den ökosystembasierten Ansatz umsetzen, gewinnen zunehmend an Bedeutung, da sie eine Vielzahl an Vorteilen bieten und oft als kostengünstigere Lösungen gegenüber rein technologischen Ansätzen gelten.

Das Ziel dieses Projektes ist zu verdeutlichen, dass ökosystembasierte Ansätze nicht nur dem Naturschutz dienlich sind, sondern auch zahlreiche Nutzen für andere Sektoren erbringen können. Dafür werden Projektbespiele ökosystembasierter Ansätze zum Klimaschutz und Klimaanpassung aus dem deutschsprachigen Raum dokumentiert und hinsichtlich Hemmnissen und Erfolgsfaktoren bei der Planung und Umsetzung analysiert. Das Ecologic Institut führt dieses Vorhaben im Auftrag des Bundesamtes für Naturschutz durch.

Hintergrund

Das Konzept der ökosystembasierten Ansätze zur gesellschaftlichen Klimaanpassung und Klimaschutz ("ecosystem-based adaptation and mitigation") stammt aus dem Kontext der internationalen Verhandlungen unter dem Dach der Biodiversitäts- und Klimarahmenkonvention (CBD und UNFCCC). Gemäß der CBD (Decision X/33) handelt es sich dabei um Maßnahmen zum Erhalt, zur nachhaltigen Nutzung und Wiederherstellung von Ökosystemen,  um auf diese Weise die Stabilität von Ökosystemen zu erhöhen und damit die Menschen bei der Anpassung an den Klimawandel und beim Klimaschutz zu unterstützen. Naturschutzmaßnahmen im weiteren Sinne spielen hierbei eine große Rolle. So bieten zum Beispiel intakte Küstenökosysteme wie Salzwiesen und Strände Schutz vor Stürmen und Überschwemmungen, städtische Grünflächen reduzieren den städtischen Wärmeinseleffekt und verbessern die Luftqualität, wiedervernässte Moore tragen zur Vermeidung von THG-Emissionen bei und die Aufforstung mit einheimischen Arten unterstützt Wälder bei der Anpassung an den Klimawandel.

Ziele

Grundlegendes Ziel dieses F+E-Vorhabens ist es, den ökosystembasierten Ansatz zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz im deutschsprachigen Raum bekannter zu machen und damit befasste und daran interessierte Institutionen und Akteure zusammenzubringen. Dazu gehören vor allem Behörden und Einrichtungen, die für die Konzeption, Planung und Umsetzung von Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen verantwortlich sind sowie Experten und Wissenschaftler, die sich mit dem Ansatz auseinandersetzen.

Damit möchte dieses Vorhaben nicht nur ein stärkeres Bewusstsein für ökosystembasierte Ansätze und deren Vorteile im Klimabereich schaffen, sondern auch die stärkere Verankerung und Anwendung solcher Ansätze im praktischen Klimaschutz und in allen relevanten Sektoren vorantreiben.

Methodik

Die folgenden Aufgaben sind Teil dieser Studie:

  • Umfassende Literaturrecherche
  • Identifikation und Analyse von Projekten zur Entwicklung und dem Einsatz von ökosystembasierten Ansätzen im Bereich Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel  im deutschsprachigem Raum
  • Detaillierte Analyse von ausgewählten Projekten hinsichtlich Hemmnissen und Erfolgsfaktoren bei der Umsetzung
  • Erstellung einer Projektdatenbank
  • Erarbeitung einer Broschüre und eines Best-Practice-Leitfadens
  • Organisation eines Expertenworkshops zur Validierung der Ergebnisse und zum Erfahrungsaustausch in der praktischen Umsetzung von Projekten

Finanzierung
Bundesamt für Naturschutz (BfN), Deutschland
Partner
Ecologic Institut, Deutschland
Projektdauer
Oktober 2012 bis März 2014
Projektnummer
2398
Schlüsselwörter
Naturschutz, Biodiversität, Klimawandel, ökosystembasierter Ansatz, Anpassung, Klimaschutzmaßnahmen, Grüne Infrastruktur, Deutschland, Österreich, Schweiz