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Verschiedene planerische Instrumente für eine bessere Abstimmung von Klimaschutz und Klimaanpassung an der deutschen Küste - KüstenKlima

Verschiedene planerische Instrumente für eine bessere Abstimmung von Klimaschutz und Klimaanpassung an der deutschen Küste - KüstenKlima

Im F&E-Vorhaben "KüstenKlima" wurden Lösungsmöglichkeiten und Handlungsempfehlungen erarbeitet, wie die räumliche Planung gemeinsam mit dem Instrument des Integrierten Küstenmanagements (IKM) zur Abstimmung und zur Konfliktlösung in den besiedelten oder noch naturnahen deutschen Küstenregionen angesichts von Klimaschutz- und Klimawandel beitragen können. Susanne Altvater, Franziska Lehmann und Dr. Nico Stelljes vom Ecologic Institut erarbeiteten gemeinsam mit dem Planungsbüro Raum und Energie verschiedene Arbeitsmaterialien und führten Workshops durch. Die Arbeitsmaterialien stehen online zur Verfügung.

Der Klimawandel stellt eine immer größer werdende Herausforderung für die nachhaltige Entwicklung der Küstenregion dar. Es sind sowohl Klimaschutz-, als auch Klimaanpassungsmaßnahmen erforderlich. Dies erfordert eine Abstimmung mit anderen Handlungsfeldern und Landnutzungen, um Konflikte zu lösen oder zu minimieren. Ziel dieses Projekts war es anhand von Fallstudienregionen, Lösungsmöglichkeiten und Handlungsempfehlungen aufzuzeigen, wie die räumliche Planung und Integriertes Küstenzonenmanagement zur Abstimmung und möglichen Konfliktlösung beitragen können.

Die raumrelevanten Auswirkungen des Klimawandels treten regional sehr unterschiedlich auf. Sie stellen insbesondere die vielseitigen wirtschaftlichen Nutzungen der Küstenregion vor neue Herausforderungen. Für eine zukunftsfähige Entwicklung ist aber auch die Entwicklung und Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen und Klimaanpassungsstrategien notwendig. Damit wachsen die Herausforderungen hinsichtlich des Ressourcen und Flächenverbrauchs noch weiter. Die konkurrierenden Nutzungsansprüche und erheblich zunehmenden Umweltbelastungen machen eine frühzeitige Abwägung durch formelle und informelle Planung der Flächennutzung erforderlich. Dies gilt beispielsweise für die Ausweisung von Eignungsgebieten für Windkraftanlagen oder die Biomasseerzeugung.

Klimaschutz und Klimaanpassung müssen in der Küstenregion integrativ miteinander verknüpft werden. Hierbei kommt insbesondere der Querschnitts orientierten Raumplanung eine wesentliche Rolle zur Planung der Flächennutzung. Ein Instrument, das unter Einbeziehung der verschiedenen Entscheidungsebenen einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Küstenregion und zur möglichen Konfliktlösung leisten kann, ist das Integrierte Küstenmanagement (IKM).

Ziel dieses Projektes für das Umweltbundesamt war es, den Küstenakteuren auf kommunaler und regionaler Ebene Lösungsmöglichkeiten und Handlungsempfehlungen aufzuzeigen, wie die räumliche Planung und IKM zur Abstimmung der Flächennutzung und möglicher Konfliktlösung beitragen können. Der Schwerpunkt lag auf vier ausgewählten Fallstudienregionen, um dort mit den handelnden Küstenakteuren gemeinsam Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Die Fallstudienregionen sind:

  • Landkreis Aurich, Niedersachsen
  • Amt Eiderstedt / Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein
  • Schleswig-Holsteinische Ostseeküste mit den Fokusgebieten Kieler Förde und Lübecker Bucht, Schleswig-Holstein
  • Planungsverband Vorpommern mit den Landkreisen Vorpommern- Rügen und Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern.

Die Arbeitsmaterialien stehen online auf der Projektwebsite Küstenklima zur Verfügung.


Finanzierung
Umweltbundesamt (UBA), Deutschland
Partner
Institut für Planung, Kommunikation und Prozeßmanagement (Institut Raum & Energie), Deutschland
Partner
Ecologic Institut, Deutschland
Projektdauer
Februar 2012 bis Januar 2014
Projektnummer
2383
Schlüsselwörter
Klimawandel, Anpassung, Klimaschutz, Hochwasserschutz, Bodenschutz, erneuerbare Energien, Umwelt- und Planungsrecht, IKM, Raumplanung, Nordseeküste, Ostseeküste, Landkreis Aurich, Niedersachsen, Eiderstedt, Nordfriesland, Schleswig-Holstein, Kieler Förde, Lübecker Bucht, Rügen/Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern