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Regelungsoptionen für Geoengineering

Regelungsoptionen für Geoengineering

Das Ecologic Institut entwickelt in diesem  Forschungsprojekt für das Umweltbundesamt konkrete Ansätze für die Regulierung von Geoengineering auf internationaler Ebene. Auf Grundlage einer umfassenden Status- und Defizitanalyse schlägt das Ecologic Institut Optionen für allgemeine Ansätze und konkrete Handlungsempfehlungen zur effektiven Regulierung von Geoengineering vor. Die Studie legt besonderen Wert auf die Verwertbarkeit der vorgeschlagenen Regulierungsansätze.

Bei Geoengineering handelt es sich um einen Sammelbegriff, der relativ neue und sehr unterschiedliche Konzepte umfasst, welche die Klimaerwärmung oder ihre Auswirkungen unabhängig von der Reduzierung der CO2-Emissionen verringern sollen. Die Ansätze lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen: Zum einen geht es um Ansätze, die auf die Erde treffende Sonneneinstrahlung zu reflektieren und die Erde dadurch unabhängig vom CO2-Gehalt der Atmosphäre abzukühlen. Zum anderen geht es um Techniken und Methoden, der Atmosphäre CO2 wieder zu entziehen. Obwohl für die meisten dieser Vorschläge und Konzepte noch unklar ist, ob sie durchführbar sind und wirksam wären, werfen sie bereits jetzt wichtige und bisher ungelöste wissenschaftliche, rechtliche, politische und ethische Fragen auf.

Optionen für Regulierungsdesign setzen Vorstellungen dazu voraus, welche Ziele und Funktionen die Governance von Geoengineering erfüllen soll. Diese Frage wurde in der bisherigen Diskussion kaum behandelt oder lediglich implizit vorausgesetzt. Das Team des Ecologic Instituts baut dabei auf den Ergebnissen vorheriger Projekte auf.

Dazu untersucht die Studie in einer umfassenden Status- und Defizitanalyse zunächst, ob und unter welchen Voraussetzungen Geoengineering nach den bestehenden völkerrechtlichen Regelungen rechtmäßig ist. Auf dieser Grundlage identifiziert und diskutiert das Ecologic Institut mögliche Regulierungsnotwendigkeiten und  optionen. Die Studie entwickelt und bewertet dazu Kriterien. Als Ergebnis schlägt das Ecologic Institut Optionen für allgemeine Ansätze und konkrete Handlungsempfehlungen zur effektiven Regulierung von Geoengineering vor. Die praktische Erfahrung des Ecologic Instituts und Bearbeitungsteams in internationalen Verhandlungen und Institutionen ermöglicht es, über die rechtliche Bewertung hinaus besonderen Wert auf die Verwertbarkeit der vorgeschlagenen Ergebnisse und Regulierungsansätze zu legen.


Finanzierung
Umweltbundesamt (UBA), Deutschland
Partner
Partner
Vrije Universiteit Brussel, Institute for European Studies (IES), Belgien
Projektdauer
Dezember 2011 bis Dezember 2012
Projektnummer
2379
Schlüsselwörter
Umweltvölkerrecht, internationales Umweltrecht, Governance, Geoengineering, solar radiation management, SRM, carbon dioxide removal, CDR, Klima, Biodiversität, Rechtsrahmen, Welt, global