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Ökosystembasierte Ansätze zur Anpassung an den Klimawandel und Abmilderung der Klimaveränderung

Ökosystembasierte Ansätze zur Anpassung an den Klimawandel und Abmilderung der Klimaveränderung

Das Ecologic Institut hat zusammen mit dem Environmental Change Institute eine Studie durchgeführt. Diese untersucht die Erfolgsfaktoren und Hindernisse bei der Integration und Umsetzung ökosystembasierter Ansätze zur Anpassung an den Klimawandel und im Klimaschutz auf verschiedenen räumlichen Skalen. Empfehlungen zur Überwindung dieser Probleme wurden erarbeitet. Der Abschlussbericht steht zum Download zur Verfügung.

Hintergrund

Der Begriff des "ökosystembasierten Ansatzes" basiert auf dem "ökosystemaren Ansatz". Der ökosystemare Ansatz wird von der Biodiversitätskonvention (CBD - Convention on Biological Diversity) definiert als "eine Strategie für ein integriertes Management von Land, Wasser und lebenden Ressourcen, welche die Erhaltung und nachhaltige Nutzung in einer ausgewogenen Weise fördert" und darauf abzielt, die natürliche Struktur und Funktion von Ökosystemen zu erhalten. Sogenannte ökosystembasierte Ansätze besitzen das Potential, Ziele des Klimawandels, der Biodiversität und des nachhaltigen Ressourcenmanagements miteinander zu verbinden. Auf diese Weise kann eine Vielzahl an Vorteilen gleichzeitig erbracht werden. Mit solchen Ansätzen lassen sich Treibhausgas (THG)-Emissionen reduzieren, Kohlenstoffspeicher und die Biodiversität schützen, neue Möglichkeiten der Existenzsicherung erschließen sowie Gesundheits- und Erholungsleistungen verbessern. Zum Beispiel bieten Küstenökosysteme wie Salzwiesen und Strände Schutz vor Stürmen und Überschwemmungen, städtische Grünflächen reduzieren den städtischen Wärmeinseleffekt und verbessern die Luftqualität, wiedervernässte Moore tragen zur Vermeidung von THG-Emissionen bei und die Aufforstung mit einheimischen Arten unterstützt Wälder bei der Anpassung an den Klimawandel.

Ziele

Die Ergebnisse dieser Studie sollen Erkenntnisse zur Kostenwirksamkeit von ökosystembasierten Ansätzen sowie anderen relevanten Faktoren wie bspw. Umsetzungshindernisse und Lösungsansätze zu deren Überwindung erbringen. Auf diese Weise sollen ökosystembasierte Ansätzen besser in die Politik und Strategien zum Klimawandel integriert werden. Darüber hinaus soll das Bewusstsein für die zahlreichen Vorteile von solchen Ansätzen gestärkt werden und die Entwicklung der EU-Strategie für die Biodiversität für die Zeit nach 2010 sowie der Strategie zur grünen Infrastruktur unterstützt werden.

Methodik

Die folgenden Aufgaben sind Teil dieser Studie:

  • Analyse von aktuellen Initiativen und Projekten zur Entwicklung und dem Einsatz von ökosystembasierten Ansätzen im Bereich Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel  in Europa
  • Bewertung von Anpassungsstrategien anhand der folgenden Fragestellungen: Inwieweit berücksichtigen Anpassungsstrategien in Europa ökosystembasierte Ansätze?; Welche  Hindernisse bestehen hinsichtlich der Integration solcher Ansätze? Welche  Empfehlungen  können zur Überwindung von Hemmnissen formuliert werden?
  • Kosten-Nutzen-Analyse für fünf Fallstudien (im Vergleich von ökosystembasierten Ansätzen mit traditionellen ingenieurstechnischen Ansätzen).

Die Studie [pdf, 1.9 MB, Englisch] steht zum Herunterladen zur Verfügung und kann auch auf der Website der Europäischen Kommission, GD Umwelt abgerufen werden.


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Umwelt (GD Umwelt)
Partner
Ecologic Institut, Deutschland
Partner
University of Oxford, Großbritannien
Projektdauer
Dezember 2010 bis September 2011
Projektnummer
2345
Schlüsselwörter
Naturschutz, Biodiversität, Klimawandel, ökosystembasierter Ansatz, Anpassung, Klimaschutzmaßnahmen, Grüne Infrastruktur, Kosten-Nutzen-Analyse, EU Mitgliedstaaten, Europa