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Arktischer Fußabdruck und Politikbewertung

Arktischer Fußabdruck und Politikbewertung

Die Arktis wird oft als Indikator für den globalen Klimawandel bezeichnet. Gemäß der Klimafolgenabschätzung für die Arktis (Arctic Climate Impact Assessment, ACIA) und den neusten Einschätzungen des IPCC, beträgt dort die Geschwindigkeit der Erwärmung das Doppelte des globalen Durchschnittswerts, mit Prognosen, dass ein weiterer Anstieg zu beträchtlichem Verlust des Arktischen Meereseis und großflächiger Schmelze des Permafrosts führen wird.

Die Arktis ist außerdem ein Indikator für die Auswirkungen von grenzüberschreitender Luftverschmutzung, in Bezug auf das menschliche Wohlergehen wie auch auf die Tier- und Pflanzenwelt. Persistente organische Schadstoffe (POPs) und Schwermetalle (z.B. Quecksilber) werden über große Entfernungen durch Luft oder Wasser transportiert, die sich in der Arktis ablagern und dort in der Nahrungskette bioakkumulieren. Einige indigene Bevölkerungsgruppen erfahren eine hohe Belastung dieser Schadstoffe, hauptsächlich durch ihre Nahrung. Das Ziel diese Projektes ist es, die Effektivität der europäischen Umweltpolitik bezüglich der arktischen Region zu verbessern.

Die Einwohner der Arktis und das Ökosystem, welches sie trägt, sind somit als erste von den Umweltbelastungen betroffen, wobei die Region selbst wenig Schadstoffe ausstößt und somit kaum zu den Ursachen des Klimawandels beiträgt.

Dieser Ungerechtigkeit anerkennend, sollen das EU Arctic Footprint und das Policy Assissment Project (EU Arctic Footprint)  einen ersten Ansatz liefern, den europäischen Anteil an den Auswirkungen auf die arktische Umwelt und deren Bewohnern zu berechnen.
Gleichzeitig begutachtet das Projekt die Effektivität der europäischen Politik auf die Reduzierung dieser Auswirkungen auf die Arktis. Beide Einschätzungen werden in Bezug auf mögliche Zukunftsszenarien berücksichtigt. Das allgemeine Ziel ist es, die Effektivität der europäischen Umweltpolitik bezüglich der arktischen Region zu verbessern, insbesondere in Bezug auf die Implementierung von vorhandenen Regelwerken und einer neuen EU Arctic Policy.

Projektziele beinhalten:

  • Die Abschätzung des derzeitigen EU Footprint auf die arktische Umwelt und die Evaluierung der möglichen Veränderung (bis 2030).
  • Die Analyse der Effektivität der jetzigen EU Umweltpolitik (und themenverwandter Politikfelder) und deren Verbindung zu derzeitigen und zukünftigen Footprint Szenarien (bis 2030).
  • Die Entwicklung von Optionen zur Verbesserung der Effektivität der EU Umweltpolitik (und themenverwandter Politikfelder) unter Berücksichtigung des derzeitigen und zukünftigen EU Footprints (bis 2030).
  • Der Beitrag zur Implementierung von strategischen EU Initiativen sowie den  politischen Zielen, näher erläutert in der Arctic Communication.
  • Die Förderung von EU Interessen in internationaler Kooperation der arktischen Region durch Verbreitung von Studienergebnissen an eine Vielzahl von Stakeholdern und Experten.

Nähere Informationen über dieses Projekt sind auf der Website des Projekts verfügbar.


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Umwelt (GD Umwelt)
Partner
Ecologic Institut, Deutschland
Partner
University of Groningen, Arctic Centre, Holland
Projektdauer
Dezember 2009 bis Dezember 2010
Projektnummer
2214
Schlüsselwörter
Klimawandel, Schifffahrt, Öl, Gas, Fischbestände, Meeres-Biodiversität, indigene Bevölkerung, Footprint, Umweltverschmutzung, Europäische Union, Europa, Arktis