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Beteiligung der Öffentlichkeit und die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (HarmoniCOP)

Beteiligung der Öffentlichkeit und die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (HarmoniCOP)

Die Wasserrahmenrichtlinie ordnet die Gesetzgebung zum Schutz der Gewässer Europas neu und etabliert neue Ansätze und Herangehensweisen für ein umfassendes Flussgebietsmanagement. So wird auch eine weitreichende Beteiligung der Öffentlichkeit in den verschiedenen Umsetzungsphasen der Wasserrahmenrichtlinie verlangt.

Im Rahmen des europäischen HarmoniCOP Projektes (Harmonizing Collaborative Planning, Laufzeit 2002 – 2005, gefördert im 5. Forschungsrahmenprogramm der EU Kommission) wurden umfassende Grundlagen für die Ausgestaltung der Beteiligung der Öffentlichkeit für ein nachhaltiges Flussgebietsmanagement in Europa erarbeitet.

So wurden zunächst bereits bestehende Ansätze und Methoden in neun europäischen Ländern analysiert und auf dieser Grundlage anhand von Fallstudien neue Vorgehensweisen erprobt. Diese Erfahrungen - zusammen mit praktischen Hinweisen für Entscheidungsträger in der Wasserwirtschaft - wurden im HarmoniCOP Handbuch zusammengestellt. Die wichtigsten Ergebnisse und Handlungsempfehlungen des HarmoniCOP Projektes werden zudem in einem Ecologic Brief dargestellt. Das Projekt leistet somit einen praktischen Beitrag zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie indem es das Konzept des sozialen Lernens weiterentwickelt und in einen praxisnahen Kontext stellt. Bereits im Rahmen der Projektdurchführung wurden partizipative Methoden angewendet und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen (NROs), lokalen und nationalen Behörden, aus der Wasserindustrie und der Landwirtschaft als externe Berater miteinbezogen.

Ecologic erstellte den Länderbericht für Deutschland, der die bisherigen Erfahrungen bei der Beteiligung der Öffentlichkeit in der Wasserwirtschaft mit Schwerpunktsetzung auf das Rhein- und Elbe-Einzugsgebiet beschreibt. Darüber hinaus war Ecologic an der Bearbeitung der Fallstudie für das Elbe-Einzugsgebiet beteiligt, die federführend vom Institut für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück bearbeitet wurde. Wichtige Vorarbeiten für diesen Bericht wurden im Rahmen des Projektes "Beteiligung der Öffentlichkeit im Koordinierungsraum Havel (Berlin-Brandenburg)" erarbeitet, das für das KompetenzZentrum Wasser Berlin durchgeführt wurde.


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung (GD Forschung)
Partner
Universität Osnabrück, Institut für Umweltsystemforschung (USF), Deutschland
Partner
Katholieke Universiteit Leuven (KU Leuven), Belgien
École national des ponts et chaussées, Laboratoire Techniques, Territoires et Sociétés (LATTS), Frankreich
University of Udine (UNIUD), Italien
Delft University of Technology (TU Delft), Holland
Dutch Ministry of Infrastructure and the Environment, Rijkswaterstaat, Holland
Stichting Waterloopkunding Laboratorium, WLDelft Hydraulics, Holland
University of Alcalá (UAH), Spanien
Water Research Centre (WRc), Großbritannien
Middlesex University, Großbritannien
University of Aberdeen, Großbritannien
Ecologic Institut, Deutschland
Projektdauer
Oktober 2002 bis August 2005
Projektnummer
1975
Schlüsselwörter
Umsetzung Wasserrahmenrichtlinie, Beteiligung der Öffentlichkeit, Flussgebietsmanagement, Wassermanagement, Europa