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Dialog oder Dead End? Soziale Medien zur Wissenschaftskommunikation

Dialog oder Dead End? Soziale Medien zur Wissenschaftskommunikation

TimeLoc
17. November 2011
Brüssel
Belgien

In den letzten Jahren war ein bemerkenswertes Wachstum der sozialen Medien zu beobachten. Hunderte von Millionen einzelner Nutzer nehmen an Aktivitäten in einer Reihe von Netzwerken und Plattformen teil. Wissenschaftlern fällt es aber oft schwer, diese sozialen Medien effektiv für ihre Kommunikation mit der Praxis zu nutzen. R. Andreas Kraemer, Direktor des Ecologic Instituts, legte in einer Präsentation in Brüssel die Möglichkeiten und Herausforderungen dar, die soziale Medien für die Wissenschaftskommunikation bieten.

Zunächst erläuterte R. Andreas Kraemer dem internationalen Publikum, dass soziale Medien aufgrund ihrer relativ egalitären, nicht-hierarchischen Funktionsweise sehr gut für die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Praxis geeignet sind. Insbesondere betonte er drei charakteristische Möglichkeiten, die sich aus der Nutzung sozialer Medien ergeben:

  1. permanentes Feedback,
  2. kollaborative Erstellung von Inhalten und
  3. bessere Vernetzung.

Andererseits muss man sich auch der Herausforderungen bewusst sein, die die Nutzung sozialer Medien zum Beispiel für Autorenschaft, Vertrauenswürdigkeit der Inhalte, Kontrolle über die Inhalte oder Datenschutz mit sich bringt. Ob Print, Multimedia oder soziale Medien - die Grundprinzipien für erfolgreiche Wissenschaftskommunikation bleiben die gleichen: der Kommunikation muss ein ins Forschungsprojekt integrierter Planungsprozess vorausgehen, der die sorgfältige Auswahl und Analyse der Zielgruppen und Kommunikationskanäle sowie die zielgruppengerechte Aufbereitung der Inhalte einschließt. Um das Potenzial der sozialen Medien wirklich zu nutzen, braucht man deshalb ausreichende Personalressourcen.

Die Präsentation von R. Andreas Kraemer erfolgte im Rahmen der Abschlusskonferenz des Projektes mountain.TRIP unter dem Titel "Looking up, reaching out - new horizons in communicating mountain research" im Scotland House in Brüssel, Belgien. Mountain.TRIP wurde von der EU Kommission im 7. Forschungsrahmenprogramm finanziert. Das Ziel von mountain.TRIP war es, Forschungsergebnisse für die praktische Anwendung aufzubereiten und in nutzerfreundlicher Form zugänglich zu machen.

Die Präsentation [pdf, 1.4 MB, Englisch] steht zum Download zur Verfügung.


Veranstalter
Ecologic Institut, Deutschland
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Interdisziplinäre Gebirgsforschung (IGF), Österreich
Universität Bern, Mountain Research Initiative (MRI), Switzerland
Euromontana, Belgien
University of the Highlands and Islands, Perth College, Centre for Mountain Studies (CMS), Großbritannien
Datum
17. November 2011
Ort
Brüssel, Belgien
Schlüsselwörter
Wissenstransfer, soziale Medien, Wissensmanagement, Forschung, Wissenschaft, Praxis, Internet, Kommunikation, Strategie, Instrument, kollaborative Erstellung von Inhalten, Netzwerk, Feedback, Dialog, Stakeholder, Interessengruppen, Anwender, Praktiker