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Nachhaltige Bergregionen: Von der Forschung in die Praxis (mountain.TRIP)

Nachhaltige Bergregionen: Von der Forschung in die Praxis (mountain.TRIP)

Europäische Bergregionen sind besonders vom globalen Wandel betroffen. Gletscher schmelzen, Böden und Vegetation verändern sich, aber auch die politische, ökonomische und kulturelle Globalisierung birgt Risiken für die Bergbevölkerung. Zahlreiche Forschungsprojekte haben wertvolle Erkenntnisse für eine nachhaltige Entwicklung von europäischen Bergregionen hervorgebracht. Mountain.TRIP setzt da an, wo diese Projekte enden, und überführt Forschungsergebnisse in nützliche Informationen für die Praxis.

Hintergrund des Projekts

Die Europäische Union hat zahlreiche Forschungsprojekte zu Veränderungs- und Anpassungsstrategien für Bergregionen veranlasst und finanziert. Diese Projekte haben wertvolle Erkenntnisse hervorgebracht. Oft wird das Wissen  jedoch nicht entsprechend an die Endnutzer vermittelt. Forschungsergebnisse werden nicht genutzt, weil Inhalt, Sprache oder Format der Informationen nicht praxisgerecht aufbereitet sind.

Ziele des Projekts

Mountain.TRIP gibt diesen Forschungsergebnissen neues Leben. Das Projekt bereitet die Erkenntnisse für die praktische Anwendung auf. Wissen wird interessierten Akteuren in nutzerfreundlicher Form zugänglich gemacht. Dabei nutzt mountain.TRIP das Potenzial web-basierter Informations- und Kommunikationstechnologien. Somit trägt mountain.TRIP dazu bei, die Relevanz der Forschung für eine nachhaltige Entwicklung in Bergregionen zu verbessern.

Aufgaben des Ecologic Instituts

Innerhalb des mountain.TRIP Projektes ist das Ecologic Institut verantwortlich für den ersten Interaktionsprozess zwischen Forschung und Praxis. Deshalb organisierte das Ecologic Institut am 9. November 2010 einen Workshop für europäische Experten aus der Praxis und die sie vertretenden Organisationen in Brüssel. Für den Workshop erstellte das Ecologic Institut ein Hintergrundpapier [pdf, 1.3 MB, Englisch], in dem vier Informationsstrategien für in Bergregionen tätige Experten enthalten sind. Zudem werden darin dem jeweiligen Thema und der Zielgruppe angepasste Kommunikationsinstrumente vorgeschlagen. Ziel des Workshops war es, Feedback zu den Informationsstrategien und vorgeschlagenen Kommunikationsinstrumenten zu erhalten. Der Workshop sammelte praktischen Input, wie sich die Lücke zwischen EU-Forschungsergebnissen zur nachhaltigen Gebirgsentwicklung und den vor Ort benötigten praktischen Informationen schließen läßt. Sophie Herbert stellte während des Workshops eine Zusammenfassug der bisherigen Ergebnisse von mountain.TRIP bezüglich der Übereinstimmung von wissenschaftlichem Informationsangebot und praktischer Nachfrage vor. Ihre Präsentation kann heruntergeladen werden [pdf, 422 KB, Englisch].

In der letzten Projektphase von mountain.TRIP produzierte das Ecologic Institut ein animiertes Video mit dem Titel "Teamwork über den Wolken: Vermarktung von Bergprodukten". Darin werden auf unbeschwerte und humorvolle Art ausgewählte Inhalte eines Leitfadens für Produzenten von Bergprodukten visualisiert. Das Video wurde in Deutsch, Englisch, Rumänisch, Spanisch, Polnisch, Französisch, Italienisch und Bulgarisch produziert.

Außerdem hat das Ecologic Institut die kollaborative Webplattform mountain.WOCUR – Wiki on Communicating Useful Research konzipiert und erstellt. Mountain.WOCUR ist eine Wissensbank für die Kommunikation zwischen Forschung und Praxis. Das Ziel ist, Wissenschaftler darin zu unterstützen, ihre nützlichen Forschungsergebnisse an Stakeholder aus der Praxis weiter zu geben.

Anläßlich der Abschlußkonferenz von mountain.TRIP legte R. Andreas Kraemer, Direktor des Ecologic Instituts die Möglichkeiten und Herausforderungen dar, die soziale Medien für die Wissenschaftskommunikation bieten. In seiner Präsentation "Dialog oder Dead End? Soziale Medien zur Wissenschaftskommunikation" erläuterte er, dass soziale Medien aufgrund ihrer relativ egalitären, nicht-hierarchischen Funktionsweise sehr gut für die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Praxis geeignet sind.

Das Projekt mountain.TRIP wird im 7. Forschungsrahmenprogramm (FP7) der Europäischen Union gefördert.


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung (GD Forschung)
Partner
Österreichische Akademie der Wissenschaften, Interdisziplinäre Gebirgsforschung (IGF), Österreich
Partner
Universität Bern, Mountain Research Initiative (MRI), Switzerland
Euromontana, Belgien
University of the Highlands and Islands, Perth College, Centre for Mountain Studies (CMS), Großbritannien
Ecologic Institut, Deutschland
Projektdauer
Dezember 2009 bis November 2011
Projektnummer
2704
Schlüsselwörter
Berge, Region, Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung, Klimawandel, Biodiversität, Naturschutz, Stadtentwicklung, Kulturerbe, Wissenstransfer, Wissensmanagement, Wissenschaft, Forschung, Praxis, Internet, Netzwerk, soziale Medien, World Café, Wiki, Video, Animation, Europa