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Learning for Sustainable Agriculture: Urban Gardening in Berlin

Learning for Sustainable Agriculture: Urban Gardening in Berlin

Die Motivationen der urbanen GartenaktivistInnen sind divers. Entsprechend breitgefächert sind auch Nachhaltigkeitseffekte und der gesellschaftliche Nutzen dieser Initiativen.

Urbane Gemeinschaftsgärten haben in den vergangenen Jahren einen massiven Aufschwung erlebt, mit Berlin als einer der weltweiten Hauptstädte des "urban gardening". Das Bestreben einen aktiven Beitrag zu einer nachhaltige(re)n Landwirtschaft zu leisten ist hierbei oft eine Kernmotivation der GärtnerInnen. Für das europäische RP7 Forschungsprojekt SOLINSA führte das Ecologic Institut die Berliner Fallstudie durch. In ihr analysiert Stephanie Wunder, Senior Fellow und Koordinatorin Landwirtschaft am Ecologic Institut, die Rolle von Nachhaltigkeit innerhalb der Ziele und Aktivitäten der Gemeinschaftsgärten. Sie identifiziert Erfolgsfaktoren und Hemmnisse und zieht Schlussfolgerungen zur Übertragbarkeit der Berliner Erkenntnisse auf andere Regionen und Länder. Die Studie und ein Poster stehen als Download zur Verfügung.

Wachstum städtischer Gemeinschaftsgärten

Bedeutsam war das Wachstum städtischer Gemeinschaftsgärten in Berlin besonders in den letzten 10 Jahren: Zählte man 2002 bundesweit gerade einmal acht Gemeinschaftsgärten, so stieg diese Zahl bis August 2013 bereits auf 100 Initiativen in Berlin alleine. Hinzu kommen zahlreiche Schrebergärten, Schulgärten, Kinderbauernhöfe etc.

Individuelle Motivation und breitgefächerter Nutzen

Die individuellen Motivationen der Beteiligten sind dabei bemerkenswert divers und beziehen sich auf alle Bereiche der Nachhaltigkeit. Dies umfasst die Freude am Anbau gesunder Lebensmittel, die aktive Reflektion zu nachhaltigeren landwirtschaftlichen Alternativen, die gesellschaftliche Integration von MigrantInnen oder auch ökonomische Erwägungen einer höheren Selbstversorgung. Entsprechend breitgefächert ist auch der gesellschaftliche und städtische Nutzen dieser Initiativen.

Neue Lern- und Kommunikationsmuster

Ihnen allen gemeinsam ist es jedoch, dass sie einen Treffpunkt und Ort des Austausches und Lernens bilden und auch Personen ohne gärtnerisches oder landwirtschaftliches Grundwissen die Möglichkeit geben, praktische Erfahrungen zu sammeln. Diese Art des Austausches und die Mischung von Personen mit unterschiedlichen Hintergründen bringt auch andere Lern- und Kommunikationsmuster mit sich.

SOLINSA - innovative Ansätze und Organisationsformen für nachhaltige Landwirtschaft

Diese Charakteristika waren damit auch von hohem Interesse für das europäische Forschungsprojekt SOLINSA, das sich mit innovativen Ansätzen und Organisationsformen für nachhaltige Landwirtschaft auseinandersetzt und dazu zahlreiche internationale Fallstudien auf Erfolgsfaktoren und Hemmnisse hin untersuchte. Die Ziele der Fallstudie umfassten dabei:

  1. Eruierung der den Initiativen zugrunde liegenden Zielen und persönlichen Motivationen bzw.  der speziellen der Rolle von Nachhaltigkeitsaspekten.
  2. Analyse von Erfolgsfaktoren und Hemmnissen, insbesondere im Hinblick auf Governance Strukturen, Informationsaustausch und Entscheidungsprozesse.
  3. Reflektion zur Übertragbarkeit der Erfahrungen in anderen Regionen und Städten und notwendigen Vorbedingungen.

Allmende Kontor – ein temporäres Projekt

Schwerpunktmäßig wird dabei das "Allmende Kontor" untersucht – ein temporäres Projekt auf dem Gelände des ehemaligen Tempelhofer Flughafens - welches zu den großen, gut vernetzten und dem eigenen Anspruch gemäß stark auf Nachhaltigkeitsfragen abzielenden Gemeinschaftsgärten Berlins zählt.

Die Ergebnisse der Fallstudie wurden am 24. September 2013 im Rahmen eines internationalen "Dissemination Workshops" in Riga (Lettland) präsentiert und diskutiert. Die Posterpräsentation [pdf, 2.9 MB, Englisch] steht als Download zur Verfügung.


Zitiervorschlag

Wunder, Stephanie 2013: Learning for Sustainable Agriculture: Urban Gardening in Berlin, Berlin.

Sprache
Englisch
Jahr
2013
Umfang
28 S.
Inhaltsverzeichnis

1 SUMMARY
2 INTRODUCTION AND OBJECTIVES
3 METHODS
4 SCOPE: URBAN GARDENING VERSUS URBAN AGRICULTURE
5 URBAN GARDENING IN BERLIN: MOTIVATIONS
6 EMERGENCE OF URBAN GARDENS IN GERMANY AND BERLIN
7 THE "ALLMENDE KONTOR"
7.1 Characteristics and emergence
7.2 Objectives, self-conception and activities
7.3 Governance and knowledge exchange
7.4 Financial and other support mechanisms
8 IMPACTS
9 BARRIERS, SUCCESS FACTORS, REQUIREMENTS
9.1 Barriers:
9.2 Success factors
9.3 Other important variables (which can act either as success factors or barriers)
9.4 Requirements to policy makers and administration by urban gardening activists
10 CONCLUSIONS
REFERENCES

Schlüsselwörter
urbane Landwirtschaft, interkulturelle Gärten, urban gardening, urban agriculture, urban farming, nachhaltige Landwirtschaft, soziale Innovation, Berlin, Deutschland, Europa