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Sozio-ökonomische Analyse der OSPAR-Region

Projekt

Sozio-ökonomische Analyse der OSPAR-Region

Im Rahmen des europäischen Übereinkommens zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks (Oslo-Paris-Übereinkommen, OSPAR) arbeitete das Ecologic Institut mit anderen Forschungsinstituten daran, das Verständnis für die Auswirkungen durch die Meeresnutzung zu erweitern. Dabei unterstützte das Konsortium die laufende Implementierung der EU Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) im Nordostatlantik und trug zu den einzelnen sozio-ökonomischen Analysen bei, die jedes der 15 OSPAR-Vertragsländer laut EU-Richtlinie vorlegen muss. Die Projektstudie steht als Download zur Verfügung.

Die MSRL verlangt von jedem EU-Mitgliedsstaat, Strategien zu entwickeln, die bis 2020 einen guten ökologischen Zustand (GES) von Meeresgewässern sicherstellen. Als einer der ersten Schritte, diesem Ziel näher zu kommen, dient dabei der Artikel 8 der MSRL. Dieser verpflichtet die Mitgliedsstaaten dazu, eine sozio-ökonomische Analyse (Economic and Social Analysis, ESA) in Bezug auf die Nutzung ihrer marinen Gewässer durchzuführen.

Diese ESAs ermöglichen einen Einblick in die sozio-ökonomischen Vorgänge in EU-Gewässern und berücksichtigen dabei sowohl monetäre als auch nichtmonetäre Kosten- und Nutzen. Außerdem ermöglichen sie eine Analyse der Kosten einer Verschlechterung der Meeresumwelt.

ESAs müssen jeweils für die Gewässer der EU Mitgliedsstaaten sowie für bestimmte marine Regionen und Unterregionen erstellt werden, die in der Richtlinie bestimmt sind. Eine der vier Regionen der MSRL ist der Nordostatlantik, der in vier Unterregionen aufgeteilt ist und in etwa mit dem Meeresareal übereinstimmt, das vom OSPAR-Abkommen betroffen ist.

Die Studie fördert den ESA-Prozess in den OSPAR-Ländern, indem

  1. die Kooperation und Koordination zwischen den OSPAR-Ländern unterstützt wird, um sicherzustellen, dass die ESAs und ihre Ergebnisse trotz Zeit- und Ressourceneinschränkungen so vergleichbar wie möglich sind; und
  2. eine Überblicksanalyse des sozio-ökonomischen Nutzens von Meeresgewässern in der OSPAR-Region (Nordostatlantik) und deren Belastungen durch die Umweltzerstörung erstellt wird, die auf den jeweiligen ESA-Berichten der Länder basiert; und
  3. indem die fortlaufende Umsetzung der MSRL in der OSPAR-Region unterstützt wird; und
  4. zur nachfolgenden Entscheidungsfindung in den Gebieten der Mitgliedsstaaten, in ganz Europa und im Rahmen von internationalen Meeresabkommen beigetragen wird.

Für diese Studie verglich das Ecologic Institut die Typologien für ökonomische Nutzungen, die von den OSPAR-Mitgliedern in ihren ESAs verwendet wurden, um die Analysen zu koordinieren und die Kommunikation zu unterstützen. So konnten fehlende Übereinstimmungen der Typologien und deren ursächlichen Faktoren identifiziert werden. Die Bewertung der Typologien trug dazu bei, dass die jeweiligen Länderdaten vergleichbar sind und im Verlauf des Projektes korrekt zusammengefasst werden konnten, was eine sozio-ökonomische Gesamteinschätzung der OSPAR-Region erlaubte.

Darüber hinaus trug das Ecologic Institut soziale, wirtschaftliche und ökologische (auf Ökoleitsystemleistungen bezogene) Daten zu bestimmten Meeresnutzungen und Ländern zusammen und bewertete diese.

Schließlich gehörte es auch zu den Aufgaben des Ecologic Instituts, die Koordination mit anderen EU-weiten Initiativen der Europäischen Umweltagentur zu sichern, die parallel, innerhalb des European Topic Centre on Inland Coastal and Marine Waters (ETC-ICM) gleichermaßen sozio-ökonomische Daten sammelt und bewertet. Diese Verbindung zum ETC-ICM wurde genutzt, um die Konsistenz der Daten sicherzustellen und um möglicherweise auftretende Datenlücken füllen zu können.


Finanzierung
Partner
Partner
ACTeon Environment (ACTeon), Frankreich
ABP Marine Environmental Research (ABP MER), Großbritannien
Ecologic Institut, Deutschland
Projektdauer
Oktober 2011 bis August 2013
Projektnummer
2368
Schlüsselwörter
Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSFD), Sozio-ökonomie, Umweltökonomie, Monitoring, OSPAR-Region, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Island, Irland, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz, Großbritannien