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Biodiversität und nachhaltige Entwicklung in den europäischen Überseegebieten (NetBiome-CSA)

Biodiversität und nachhaltige Entwicklung in den europäischen Überseegebieten (NetBiome-CSA)

NetBiome-CSA beschäftigt sich mit dem nachhaltigen Management tropischer und subtropischer Biodiversität in den europäischen Überseegebieten. Das Projekt zielt darauf ab, bestehende Forschungsinitiativen zu stärken und auszuweiten sowie relevante Akteure zu vernetzen. Das Ecologic Institut koordiniert innerhalb des Projekts die Aktivitäten zur ökonomischen Bewertung von Biodiversität und Ökosystemleistungen in den europäischen Überseegebieten. Dies umfasst eine Bestandsaufnahme und Analyse von relevanten Bewertungsstudien, die Durchführung von Schulungen für relevante Akteure, sowie die Entwicklung von Politikempfehlungen für lokale, regionale und europäische Entscheidungsträger.

Zusätzlich zu ihren 28 Mitgliedstaaten umfasst die Europäische Union 34 assoziierte Überseegebiete. Sie setzen sich zusammen aus neun Gebieten in äußerster Randlage sowie 25 Überseeischen Ländern und Gebieten und pflegen staatsrechtliche Beziehungen zu Dänemark, Frankreich, den Niederlanden, Portugal, Spanien und Großbritannien. Die europäischen Überseegebiete sind weithin bekannt für die hohe Artenvielfalt in ihren terrestrischen, aquatischen und marinen Ökosystemen. Diese Ökosysteme beherbergen etwa ein Drittel der weltweit gefährdeten Arten.

Wenngleich die meisten Überseegebiete die Bedeutung dieser Artenvielfalt anerkennen, werden die europäischen und internationalen Biodiversitätsziele oft verfehlt. Gründe hierfür sind die Abgelegenheit der Gebiete (welche zu höheren Kosten für Schutzmaßnahmen führt), die oft schwierige wirtschaftliche Situation, ein eingeschränkter Zugriff auf wissenschaftliche Expertise, hohe Herausforderungen bei der Errichtung und Instandhaltung von Infrastruktur sowie das Nichtvorhandensein einer nachhaltigen Energieversorgung. Zusätzlich wird die Biodiversität durch invasive Arten, Klimawandel und Lebensraumverlust bedroht. Der Schutz von marinen Ökosystemen wird zudem häufig durch ungelöste Zuständigkeitsfragen zwischen der EU, den jeweiligen Mitgliedstaaten und den Überseegebieten erschwert.

NetBiome-CSA hatte zum Ziel, das nachhaltige Management tropischer und subtropischer Biodiversität in den europäischen Überseegebieten zu unterstützen. Insbesondere wurden bestehende Partnerschaften und Kooperationen zwischen Forschern, Entscheidungsträgern und anderen relevanten Akteuren gestärkt und ausgeweitet. Hierzu wurde ein partizipativer Prozess geschaffen, in dessen Rahmen Akteure mobilisiert und deren Kenntnisse für zielgerichtete Aktivitäten genutzt wurden. Hierzu zählen die Priorisierung von Handlungsfeldern, die Durchführung von Dialogprozessen, der Austausch von bewährten Praktiken und gutem fachlichen Verhalten, zielgerichtete Schulungen sowie die Entwicklung von Politikempfehlungen.

Die Projektaktivitäten trugen damit zur Erreichung der folgenden Zielsetzungen bei:

  • eine verbesserte Steuerung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten;
  • die bessere Verknüpfung von Forschungsaktivitäten mit der politischen Agenda;
  • die verbesserte Umsetzung der EU-Biodiversitätsstrategie bis 2020 sowie des Strategischen Plans 2011 der CBD;
  • die Entwicklung innovativer Instrumente für das Biodiversitäts-Management;
  • die sozio-ökonomische und kulturelle Entwicklung der Überseegebiete;
  • eine gesteigerte Sichtbarkeit der Überseegebiete und die Anerkennung von bewährten Praktiken, gutem fachlichen Verhalten sowie lokalem Wissen;
  • eine effektive, trans-regionale Zusammenarbeit zwischen den Überseegebieten sowie mit Drittstaaten.

Das Ecologic Institut fokussierte sich im Rahmen des Projekts auf die Erfassung und Kommunikation des Wertes ökologischer Leistungen in den europäischen Überseegebieten. Dies umfasste eine Aufarbeitung von durchgeführten Bewertungsstudien, die Zusammenstellung diverser Trainingsmaterialien, sowie die Analyse der Wirksamkeit von Bewertungsstudien im Politikprozess auf Grundlage einer Reihe von geführten Interviews. Das Ecologic Institut war zudem für die Formulierung von konkreten Politikempfehlungen zuständig. Zu den Ergebnisse des Projekts, an denen das Ecologic beteiligt war, zählen unter anderem:


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung & Innovation (GD Forschung & Innovation)
Projektdauer
Mai 2013 bis April 2016
Projektnummer
2727
Schlüsselwörter
Biodiversität, Ökosystemleistungen, Partizipation, Nachhaltige Entwicklung, Literaturrecherche, partizipative Instrumente, Akteursworkshops, Europäische Überseegebiete, Gebiete in äußerster Randlage, Überseeische Länder und Gebiete