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Nachhaltiges Arbeiten am Ecologic Institut

Nachhaltiges Arbeiten am Ecologic Institut

Das Fördern von Nachhaltiger Entwicklung durch Forschung gehört zu den Zielen, denen sich das Ecologic Institut verschrieben hat. Aber das reicht uns nicht: Wir wollen Nachhaltigkeit nicht nur auf politischer Ebene fördern, sondern schon im Kleinen, direkt bei uns im Büro, damit anfangen.

Als Fachleute für Nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz wollen wir deshalb mit gutem Beispiel vorangehen und haben in dem internen Projekt „Nachhaltigeres Arbeiten am Ecologic Institut" die ökologische Nachhaltigkeit folgender Arbeitsbereiche untersucht und optimiert:

  • Beschaffung
  • In-house Catering
  • Mobilität
  • Technische Ausstattung

Bewusstsein schaffen und Verbesserungen kommunizieren

Dabei ging es einerseits darum, den gegenwärtigen Stand in Bezug auf nachhaltiges Arbeiten zu recherchieren und Verbesserungspotential auszuloten. Andererseits bestand ein großer Teil des Projektes daraus, ein Bewusstsein dafür zu schaffen, was mit kleinen Verhaltensänderungen bewirkt werden kann. Denn was hilft es, alle Büroplätze mit abschaltbaren Steckerleisten zu versehen, wenn diese nicht genutzt werden?

Im Zuge des Projekts wurde unter anderem eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt, in der eigene Ideen, Vorschläge und auch Kritikpunkte angebracht werden konnten. Die rege Beteiligung an dieser Möglichkeit verdeutlicht einerseits, dass der Wunsch nach umweltfreundlicherem Arbeiten besteht. Andererseits hat sie auch offenbart, dass eine bessere Kommunikation nötig ist, da über viele, schon lange umgesetzte Verbesserungen einfach zu wenig bekannt war.

Aktionswoche mit Quiz und Filmabend

Nach der ausführlichen Auswertung des Ist-Zustandes und der mehr als 100 Mitarbeitervorschlägen konnten in Absprache mit den verantwortlichen KollegInnen signifikante Verbesserungen eingeführt werden. Ein Schritt dahin, das Informationsdefizit zu senken, stellte eine Aktionswoche dar, die Anfang Juli im Ecologic Institut stattfand. Im Rahmen dieser Woche, die unter dem Motto „Mehr Nachhaltigkeit am Arbeitsplatz" stand, wurden die Projektergebnisse in einem internen Vortrag präsentiert und weitere Informationen zu umweltfreundlicherem Arbeiten gegeben. Dies geschah unter anderem mithilfe von Aufklebern, Informationszetteln an zentralen Orten und einem täglichen Quiz, das sich großer Beliebtheit erfreute. Auch ein Filmabend zum Thema Plastik und ein interner Tauschtag von Büchern etc. gehörten zum Programm.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die Projektergebnisse:

Beschaffung

BeschaffungWir kaufen regelmäßig Büromaterial, Küchen- und Badprodukte ein. Dabei wird  schon lange auf die Umweltfreundlichkeit der gekauften Artikel geachtet: Der Lieferant memo, ein Onlineshop für umwelt- und sozialverträgliche Produkte, deckt einen Großteil der Beschaffung ab. Wir verwenden ausschließlich FSC-zertifiziertes Recycling-Druckerpapier, Energiesparlampen und Fairtrade-Kaffee. Im Zuge des Nachhaltigkeitsprojekts wurden außerdem die Papierhandtücher und das Toilettenpapier auf Recyclingpapier umgestellt. Intelligente Thermostate, Lichtblick-Ökostrom und mehrheitlich kalte Wasseranschlüsse tragen zudem zum ökologischen Arbeiten bei.

In-house Catering

CateringDas Catering für alle Veranstaltungen, die in unseren Räumen stattfinden, ist ausschließlich vegetarisch. Eine Kooperation mit dem Supermarkt Veganz ermöglicht außerdem auf Wunsch ein veganes Catering.

Ein ungelöstes Problem stellen die von vielen Mitarbeitern bemängelten Kaffeesahnedöschen dar. Das Problem wurde also erkannt, kann aber aufgrund von mangelnden Alternativen vorerst nicht gelöst werden. Auch gibt es Defizite in Bezug auf Saft und Kekse, die es als Bioprodukte nicht in der gewünschten Größe bzw. Qualität zu kaufen gibt.

Mobilität

MobilitätZum Punkt Mobilität gehören sowohl Dienstreisen als auch die Anfahrt zum Büro. Durch die Einführung des BVG-Jobtickets, einer teilweise möglichen Erstattung von Bahncards sowie die Teilnahme am ADFC-Wettbewerb „Mit dem Rad zur Arbeit" soll die Wahl von umweltfreundlichen Verkehrsmitteln unterstützt werden.

Um Dienstreisen, insbesondere Flüge, so weit es geht zu reduzieren, wird intern für die Verwendung von Videokonferenzen geworben. Nichtsdestotrotz kommt es noch zu häufig zu (Langstrecken-)Flügen, deren CO2-Kompensation nicht von öffentlichen Auftraggebern übernommen wird. Als gemeinnütziges Institut appellieren wir daher an die Verantwortlichen, diese Regelung zu ändern und in Zukunft eine Kompensation von Dienstreisen, z.B. durch atmosfair, zu ermöglichen.

Technische Ausstattung

Das IT-Team des Ecologic Instituts achtete auf die Anschaffung von möglichst umweltfreundlichen Geräten: So verwenden wir Snom-IP-Telefonen, die sich durch einen besonders geringen Stromverbrauch auszeichnen, und Wachsdrucker. Diese arbeiten mit ungiftigen Farbsticks auf Wachsbasis, erzeugen beim Drucken kein Ozon und verbrauchen 80% weniger Müll als Laserdrucker. Hinzu kommt die oben bereits erwähnte Verwendung von FSC-zertifiziertem Druckerpapier. Und auch kleine Maßnahmen, wie z.B. doppelseitiges Drucken als Standardeinstellung und Drucker, die vor dem Drucken eine Passworteingabe verlangen, tragen ihren Teil zu mehr Nachhaltigkeit bei.

Im Rahmen des Projekts wurden außerdem an allen Arbeitsplätzen abschaltbare Steckerleisten angebracht, die es nun ermöglichen, alle Geräte abends vollständig auszuschalten. Eine Sensibilisierung der Mitarbeiter für diese Neuerung sollte mithilfe von Hinweisaufklebern an ihren Computern erreicht werden.

Insgesamt konnte dieses Projekt das Bewusstsein unserer Mitarbeiter noch weiter dahingehend schärfen, wie Nachhaltigkeit im Alltag gelebt werden kann. Damit haben wir bereits einen großen Schritt gemacht, aber wir sehen immer noch viel Raum für Verbesserung!

Das Projekt wurde bzw. wird im Rahmen eines Freiwilligen Ökologischen Jahres von Elena Hofmann und Ida Lübben organisiert.