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Entwicklungen, Perspektiven und interregionale Dynamiken rund um den Atlantik (ATLANTIC FUTURE)

Entwicklungen, Perspektiven und interregionale Dynamiken rund um den Atlantik (ATLANTIC FUTURE)

Ziel des RP7-Forschungsprojekts ATLANTIC FUTURE ist es, die Prinzipien der Zusammenarbeit im Atlantischen Becken zu erforschen. Darüber hinaus sollen Strategien entwickelt werden, wie sich die Europäische Union (EU) verstärkt in den transatlantischen Beziehungen für eine Wiederherstellung des Mächtegleichgewichts im atlantischen Raum einsetzen kann.

Angesichts der wachsenden Rolle von Schwellenländern und neueren globalen Herausforderungen wie der Wirtschaftskrise, Ernährungssicherheit, Klimawandel und Energieknappheit, betrachten Staaten und Regionen rund um den Atlantik ihre Nachbarn jenseits des Atlantiks mit neuem Interesse. Der Atlantik bleibt weiterhin ein zentraler Ort des Austauschs, an dem die Beziehung zwischen Nordamerika und Europa jedoch weiterhin am stärksten sind. Der schleichende Bedeutungsverlust Europas aber wird langsam ausgeglichen durch die stärker werdende Rolle Afrikas und Lateinamerikas sowie durch eine jüngst energiegeladene arabische Region. Diese Regionen verstärken gleichzeitig ihre Verbindungen untereinander und erhalten mehr globalen Einfluss. Die Motivation zur Zusammenarbeit kann sowohl positive Gründe haben wie die Möglichkeiten für ein verbessertes Management gemeinsamer Resources, als auch negative, wie den illegalen Drogenhandel, der der ganzen Region schadet.

Im Vordergrund des Projektes steht, eine Analyse der wesentlichen Entwicklungen des Atlantischen Beckens zu erstellen, die zeigt, wie die sich wandelnden Verbindungen in den Bereichen Umwelt, Energie, Wirtschaft, Sicherheit und Institutionen diese Region verändern. Durch Forschung sollen die Überlappungen zwischen diesen Themenbereichen über den Atlantik herausgestellt und der Wandel in den interregionalen Beziehungen zwischen Afrika, Europa sowie Nord-, Mittel- und Südamerika aus verschieden Perspektiven dargestellt werden.

Fragestellungen hierzu sind unter anderem:

  • Entsteht im Atlantischen Becken tatsächlich ein neues, pan-atlantisches Beziehungssystem, das die traditionelle nordatlantische Allianz und die Nord-Süd-Abhängigkeit überwindet?
  • Wie kann man das "Atlantische Becken" konzeptualisieren und charakterisieren?
  • Was sind Treiber und Hindernisse für Kooperation, Wettbewerb und Konflikte?
  • Welche regionalen und interregionalen Konstellationen entwickeln sich in der atlantischen Zone?
  • Welche Schlüsselfaktoren und Akteure beeinflussen die Form und Struktur des atlantischen Raum und wie sehen ihre Interaktionen aus? Welche Szenarien bringen diese Kombinationen?
  • Welche Folgen haben diese neuen Dynamiken für die EU und wie kann die EU ihre Beziehungen zu aufsteigenden Mächten im atlantischen Raum überdenken?

Das Projekt ist multidisziplinär angelegt und verfügt über innovative Eigenschaften:

  • Einen interaktiven Atlas des Atlantik online um Veränderung aufzuzeichnen und zu visualisieren.
  • Interviews im atlantischen Raum um Perspektiven von Stakeholdern in allen atlantischen Regionen sowie das außenpolitische Program der Hauptakteure zu sammeln.
  • Eine interaktive online Gemeinschaft, welche die Stakeholder über den Atlantik hinweg zusammenbringen soll.


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung & Innovation (GD Forschung & Innovation)
Partner
Projektdauer
Februar 2013 bis Dezember 2015
Projektnummer
2718
Schlüsselwörter
, interaktiver Atlas, Interviews, online Gemeinschaft, Atlantik, atlantischer Raum, Atlantischer Ozean