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Erneuerbare Energien in China

Erneuerbare Energien in China

Timeloc
13. Dezember 2012
Berlin
Deutschland
Die vorrangige Einspeisung und Abnahmesicherheit des deutschen EEG könnten auch in China die zögerliche Abnahme durch Netzbetreiber unterbinden.

Die bessere Integration von Erneuerbaren, das Schaffen von mehr Flexibilität für variable Erneuerbare und der optimierte Netzausbau sind einige der Herausforderungen die China und Europa auf dem Weg zu einer Low-Carbon Ökonomie teilen – und über die im Rahmen eines Dinner Dialogues mit einer Delegation aus China diskutiert wurde.

Dinner Dialogue als Expertenaustausch zur kohlenstoffarmen Entwicklung

Im Zuge einer Informationsreise im Rahmen des Projektes "Deutsch-Chinesische Klimapartnerschaft" zum Thema "Kohlenstoffarme Entwicklung" veranstaltete das Ecologic Institute am 13.12.2012 einen Dinner Dialog.

Die insgesamt elf Delegationsteilnehmer unter Leitung von Herrn TIAN Chengchuan (Leiter des Referats für Strategische Planung, Nationale Entwicklungs- und Reformkommission), diskutierten mit den deutschen Experten über die größten Herausforderungen, die der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland, Europa und China mit sich bringt.

Europa und China teilen einige der Herausforderungen, insbesondere bezüglich der Bereitstellung von Flexibilität für variable Erneuerbare und dem Ausbau der Netze. Ebenfalls gemeinsam sind China und Deutschland/Europa die hohen Ambitionen und hohe Wachstumsraten bei den Erneuerbaren Energien.

Unterschiedliche Herausforderungen ergeben sich jedoch aus den bisherigen Entwicklungspfaden: während in Deutschland die Abnahme von erneuerbarem Strom durch das Erneuerbare-Energien Gesetzes (EEG) gesichert ist, wird in China der Strom aus Erneuerbaren aufgrund der Variabilität nicht immer durch die Netzbetreiber abgenommen.

Voneinander lernen - für eine kohlenstoffarme Entwicklung

Beim Ausbau der Netze hingegen ist in Europa die Koordinationsleistung der zahlreichen Akteure die Hauptaufgabe. In China tritt dieses Problem weniger auf: zwar gibt es auch in China getrennte regionale Netze, doch zumindest theoretisch wären diese leichter zu verbinden, als dies in Europa der Fall ist. Diese Strategie wird von der national zuständigen Behörde (State Grid) verfolgt – doch Gegenstimmen fürchten um die Netzstabilität.

In Deutschland/Europa wie in China werden die Flexibilitätsleistungen (Regelbare Kraftwerke, Nachfragesteuerung und Verbrauchsmanagement, Speicher, Integration der Energiemärkte) für variable Erneuerbare und der erfolgreiche Netzausbau über den weiteren Erfolg der erneuerbaren Energien entscheiden. Die vorrangige Einspeisung und Abnahmesicherheit des deutschen EEG könnten auch in China die zögerliche Abnahme durch Netzbetreiber unterbinden. Innovative technologische Lösungen, um die Systemdienstleistungen von Anlagen zu erhöhen, die momentan in China getestet werden, können wiederum Potential für Deutschland und Europa beinhalten. Die weitere Zusammenarbeit ist wertvoll für beide Seiten.


Veranstalter
Ecologic Institut, Deutschland
Datum
13. Dezember 2012
Ort
Berlin, Deutschland
Sprache
Deutsch, Chinese
Teilnehmerzahl
23
Schlüsselwörter
EU Energiepolitik, Erneuerbare Energien, Fördermechanismen, Strompreis, Netze, Netzausbau, EU Kooperation, Windenergie, Nachhaltige Entwicklung, Solarstrom, Vergütung, Netzplanung, variable Erneuerbare, Partizipation, Dekarbonisierung, Chatham House Rule