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Politikorientierte marine Umweltforschung in den südeuropäischen Meeren (PERSEUS)

Projekt

Politikorientierte marine Umweltforschung in den südeuropäischen Meeren (PERSEUS)

Das RP7-Forschungsprojekt PERSEUS (Politikorientierte marine Umweltforschung in den südeuropäischen Meeren) unterstützt die Umsetzung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSFD) im Mittelmeer und im Schwarzen Meer. Hierzu stärkt PERSEUS die Anwendung eines ökosystembasierten Management-Ansatzes, der sowohl die ökologischen als auch die anthropogenen Einflüsse innerhalb eines Ökosystems berücksichtigt.

Hintergrund

Unsere Ozeane und Meere sind die Basis einer Vielzahl von sozio-ökonomischen Aktivitäten und stehen unter substanziellem ökologischem Druck. Zu diesen anthropogenen Belastungen zählen eine steigende Weltbevölkerung, demographischer Wandel in Richtung Küstenregionen und damit einhergehend ihre Verstädterung, Tourismus, Freizeitgestaltung, Umweltverschmutzung, Fischerei und Aquakulturen sowie der Seetransport. Umweltbelastungen bedrohen den zukünftigen Nutzen von marinen Ökosystemgütern und –leistungen und stellen damit eine bedeutsame Herausforderung für Politiker dar.

Die Integrierte Meerespolitik (IMP) und die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSFD) der EU etablieren eine integrierte Herangehensweise an die Bewirtschaftung und die Governance von Ozeanen, Meeren und Küsten, um eine nachhaltige ökonomische und ökologische Entwicklung zu fördern. Die MSFD legt Ziele für gesunde und nachhaltige Meeres- und Küsten-Ökosysteme fest, die die Anforderungen des Guten Ökologischen Zustands (GES) zugrundlegen.

Projektziele

PERSEUS unterstützt die EU-Mitgliedsländer dabei, diesen GES zu erreichen, und fokussiert sich dabei auf  wissenschaftliche Studien, die unabdingbar dafür sind, den GES kohärent und integriert zu bewerten.

Da sowohl naturwissenschaftliche als auch sozio-ökonomische Erkenntnisse berücksichtigt werden, kann PERSEUS auch die kumulativen Langzeitfolgen der ökologischen Belastungen im Mittelmeer und Schwarzen Meer einschätzen.

Außerdem wird in diesem Projekt ein innovativer und partizipatorischer Governance-Rahmen – der Adaptive Politikrahmen (APF) – entwickelt, um Politiker dabei zu unterstützen, die marine Degradierung aufzuhalten. Mit 55 Partnern in 22 Ländern gewährleistet das Projekt, das vom HCMR geleitet wird, eine multidisziplinare und regional ausgewogene Herangehensweise.

Durch Literaturrecherchen, Datensammlungen und -analysen trägt das Ecologic Institut zu mehreren Arbeitspaketen des PERSEUS-Projekts bei. Es arbeitet an einer sozioökonomischen Analyse der Meeres- und Küstenaktivitäten (wie z.B. Schifffahrt, Häfen, Fischerei und Küstentourismus) mit. Das Ecologic Institut koordiniert darüber hinaus eines der Hauptergebnisse des Projekts: die Zusammenstellung einer kritischen Bestandsaufnahme rechtlicher, politischer und institutioneller Rahmenbedingungen, welche in den südeuropäischen Meeren vorzufinden sind. Dazu führt das Ecologic Institut eine Literaturrecherche durch, welche vor allem die relevanten Governance-Strukturen und Merkmale betrachtet, wie z.B. regionale und nationale Koordinierungsmaßnahmen, Strategien zur Integration der Meerespolitik, oder nationale Definitionen ökologisch nachhaltigem Management. Durch seine Arbeit am APF fördert das Ecologic Institut eine stärkere Verknüpfung zwischen Wissenschaft und Politik.


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung & Innovation (GD Forschung & Innovation)
Partner
Partner
Cosnav Engineering (Cosnav), Italien
University of Malta (UoM), Malta
EIR Development Partners (EIR), Griechenland
Europäische Kommission, Joint Research Centre, Institute for Environment and Sustainability (JRC-IES)
Plymouth Marine Laboratory (PML), Großbritannien
Plymouth University, Großbritannien
Deltares, Holland
Utrecht University (UU), Holland
University of Liège (ULg), Belgien
University of Crete (UoC), Griechenland
The Cyprus Institute (CYI), Zypern
Bulgarian Academy of Sciences, Institute of Biodiversity and Ecosystem Research, Laboratory of Marine Ecology (IBER-BAS), Bulgaria
Bulgarian Academy of Sciences, Institute of Oceanology "Fridtjof Nansen" (IO-BAS), Bulgaria
Istanbul University, Faculty of Fisheries, Turkey
National Academy of Sciences of Ukraine, A.O. Kovalevsky Institute of Biology of the Southern Seas (IBSS), Ukraine
National Academy of Sciences of Ukraine, Marine Hydrophysical Institute (MHI NASU), Ukraine
Russian Academy of Sciences, P.P. Shirshov Institute of Oceanology (IO-RAS), Russische Förderation
CLU (CLU), Italien
SAROST S.A., Tunisia
Ecologic Institut, Deutschland
Projektdauer
Januar 2012 bis Dezember 2015
Projektnummer
2713
Schlüsselwörter
Meeresschutz, Meeresschutzrichtlinie, EU, Literaturrecherchen, Datensammlungen und -analysen, Europa, Süd-Europa