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Ein Instrumentenmix für die Klimapolitik der EU bis 2050 (CECILIA2050)

Ein Instrumentenmix für die Klimapolitik der EU bis 2050 (CECILIA2050)

Die Zukunft der EU Klimapolitik ist das Thema eines neuen Forschungsprojektes, das vom Ecologic Institut geleitet wird. Der Startschuss fiel mit dem offiziellen Auftakttreffen in Berlin, kombiniert mit dem Launch der Projektwebsite. Das Projekt CECILIA2050 wurde bei den Klimaverhandlungen in Doha, Katar, erstmal öffentlich präsentiert. In den kommenden drei Jahren wird CECILIA2050 Empfehlungen dazu erarbeiten, wie ein passender Instrumentenmix aussehen könnte, der es der EU ermöglichen würde, die 2050 Ziele für Treibhausgasemissionen zu erreichen, die im Jahr 2009 vom EU Staats- und Regierungschefs verabschiedet worden waren.

Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts muss Europa die Umwandlung zu einer klimafreundlichen Wirtschaftsweise vollzogen haben. Der bisherige Strauß an politischen Instrumenten muss erheblich ausgeweitet werden um die dafür notwendigen Veränderungen anstoßen zu können. Das bedeutet jedoch auch, dass die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Instrumenten zunehmen und komplexer werden, und für effektive Klimapolitik an Signifikanz gewinnen. Das CECILIA2050 Projekt analysiert die bisherigen Erfolge und Probleme des klimapolitischen Werkzeugkastens und versucht Vorschläge dafür zu entwickeln, wie der Mix an politischen Maßnahmen langfristig ökonomisch und politisch effektiver werden kann.

Das Projekt wird beschreiben, auf welche Weise sowohl die ökonomische Effizienz, wie auch die Umweltwirksamkeit von Klimapolitik verbessert werden können, auch im Hinblick auf Faktoren, die eine effektive Anwendung oder Umsetzung bisher einschränken. Dazu gehört u.a. die öffentliche Akzeptanz von Klimaschutzmassnahmen, aber auch der Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten oder aber der administrative und rechtliche Rahmen.

Der erste, vorwiegend rückwärtsgewandte Teil der Projektarbeit besteht in einer Bestandsaufnahme des bestehenden Instrumentenmixes in der EU und ihren Mitgliedstaaten. Dabei werden die Faktoren identifiziert, die Effizienz und Effektivität der Maßnahmen beeinflussen, und versucht festzustellen, wie diese sich auf soziale Strukturen, technologische Innovation und den wirtschaftlichen Wettbewerb auswirken.

Im zweiten, nach vorne gerichteten Teil des Projektes, geht es darum, einen möglichen Fahrplan festzulegen, der ausgehend vom jetzigen Instrumentenmix zu einem Strauß an Maßnahmen führt, der in den Jahren 2030 und dann 2050 für die notwendigen, größeren Emissionsreduktionen sorgen kann. Im Fokus der Betrachtung liegen dabei ökonomische Instrumente. Im Projektverlauf kommen u.a. auch Modellrechnungen zum Einsatz, die sich an der Größe der notwendigen Emissionsreduktionen orientieren, um geeignete Maßnahmen identifizieren zu können. Diese hochmodernen Modelle werden kombiniert mit qualitativen Untersuchungsmethoden und partizipatorischen Verfahren zur Erkenntnisgewinnung. Um die Ergebnisse aus der Analyse der EU-Erfahrungen zu komplementieren, werden auch die Auswirkungen der EU Politiken auf der globalen Ebene betrachtet.

Schlussendlich wird das Projekte in verschiedener Form auch auf das Wissen von relevanten Stakeholdergruppen zurückgreifen, damit die Forschungsergebnisse möglichst politiknah und anwendungsrelevant werden.


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung & Innovation (GD Forschung & Innovation)
Partner
University College London (UCL), Großbritannien
Leiden University, Institute of Environmental Sciences (CML), Holland
Charles University in Prague, Environment Center (CUEC), Czech Republic
VU University Amsterdam, Institute for Environmental Studies (IVM), Holland
University of Warsaw, Warsaw Ecological Economics Center (WOEE), Polen
University of Ferrara (UNIFE), Italien
Projektdauer
September 2012 bis August 2015
Projektnummer
2715
Schlüsselwörter
Klima; Energie; Ökonomische Instrumente; Emissionshandel; ETS, EHS; EU Forschung, Europa