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Dynamische Politikansätze für die Entkopplung von Ressourcenverbrauch und Wirtschaftswachstum in der EU (DYNAMIX)

Dynamische Politikansätze für die Entkopplung von Ressourcenverbrauch und Wirtschaftswachstum in der EU (DYNAMIX)

Ende März 2016 endete das EU-RP7-Forschungsvorhaben DYNAMIX. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurden Politikinstrumente erarbeitet, die den Ressourcenverbrauch der EU und die damit verbundenen Umweltschäden absolut senken können, während die Wirtschaft weiter gedeiht. Das Forschungsvorhaben unter Leitung des Ecologic Instituts verzahnte Modellierungen mit qualitativen Untersuchungen und leitete Handlungsempfehlungen für europäische und nationale Entscheidungsträger ab.

Die DYNAMIX-Projektergebnisse sind online verfügbar.

Hintergrund

Die Steigerung der Ressourceneffizienz ist ein zentrales Element mehrerer EU-Strategien, vor allem der Strategie "Europa 2020" und des "Fahrplans für ein ressourcenschonendes Europa" – ein erster Schritt auf dem Weg zu konkreten Maßnahmen im Rahmen der Leitinitiative "Ressourcenschonendes Europa". Eines der wichtigsten Ziele dieser Strategien ist es, die wirtschaftliche Entwicklung auf der einen und Ressourcenverbrauch und die dadurch verursachte Umweltzerstörung auf der anderen Seite zu entkoppeln.

Dies kann erreicht werden durch:

  • Dematerialisierung;
  • Materialeffizienz (Wiederverwendung, Recycling, Substitution);
  • Steigerung der Energieeffizienz und nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster, darunter ein umweltschonendes öffentliches Beschaffungswesen und Veränderungen im Lebensstil.

Ziele des Projekts

Decoupling conceptsZiel von DYNAMIX war es, robuste Politikinstrumente vorzuschlagen, die zur Entkopplung der Umweltauswirkungen der Ressourcennutzung vom Wirtschaftswachstum führen können. Zu diesem Zweck hat das Projektteam:    

  • Bestehende Ineffizienzen bei der Ressourcennutzung und unzureichende Ressourcenpolitik analysiert, um vielversprechende Politikinstrumente zur Erreichung von Entkopplung zu identifizieren.
  • Untersucht, inwiefern zugrunde liegende Paradigmen oder Denkmuster beeinflussen, wie Ressourcen genutzt werden. Im zweiten Schritt wurde geprüft, wie neue Paradigmen der Ressourcenschonung (z.B. "cradle-to-cradle" oder Kreislaufwirtschaft) in konkrete Politik umgesetzt werden können.
  • Die Wirkungen von drei bis fünf viel versprechende Politikoptionen mit Hilfe von Umwelt- und Wirtschaftsmodellen sowie qualitativen Methoden im Detail untersucht. Dabei wurden auch Erkenntnisse der Verhaltensforschung berücksichtigt.
  • Durch die umfängliche Beteiligung politischer Entscheidungsträger/innen und Interessensvertreter/innen einen Lernprozess bei den relevanten Akteuren initiiert.

Das Projekt hat Handlungsempfehlungen für europäische und nationale Entscheidungsträger abgeleitet.

Die Rolle des Ecologic Instituts in DYNAMIX

Das Ecologic Institut koordinierte das Vorhaben, das von einem Konsortium aus neun europäischen Forschungsinstituten durchgeführt wird. Neben der Verantwortung für das Projektmanagement, leitete Ecologic Institut auch den internen Diskussionsprozess über das methodische Grundgerüst des Projekts. Darüber hinaus führte das Ecologic Institut eine Meta-Analyse zu den Gründen ineffizienter Ressourcennutzung durch und analysierte und potentielle rechtliche Implikationen der vorgeschlagenen Politikmixe. Schließlich hat Ecologic für politische Handlungsempfehlungen formuliert.

Ausgewählte Projektergebnisse wurden in begutachteten wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert:

  1. Hirschnitz-Garbers, Martin; Adrian Tan; Albrecht Gradmann and Tanja Srebotnjak 2015: Key drivers for unsustainable resource use – categories, effects and policy pointers. Journal of Cleaner Production.
  2. Die ersten Artikel, die auf einen Call for Papers für ein DYNAMIX-Sonderheft in der Zeitschrift Sustainability eingereicht wurden, sind nun verfügbar (open access).

Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung & Innovation (GD Forschung & Innovation)
Partner
Ecologic Institut, Deutschland
Partner
BIO Intelligence Service (BIO IS), Frankreich
Wirtschaftsuniversität Wien, Research Institute for Managing Sustainability (RIMAS), Österreich
University of Westminster, Policy Studies Institute (PSI), Großbritannien
Projektdauer
September 2012 bis März 2016
Projektnummer
2714
Schlüsselwörter
Ressourcen, Ressourceneffizienz, Evaluation, Folgenabschätzung, Entkopplung, EU, Europa