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Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküste (RADOST) | Ecologic Institute

Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküste (RADOST)

RAdOst LogoDas Ecologic Institut koordiniert das auf fünf Jahre konzipierte Projekt RADOST (Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküste). Als eine von sieben Modellregionen in Deutschland wird die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins im Rahmen der Maßnahme "KLIMZUG - Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Ziel des RADOST-Vorhabens ist es, Anpassungsstrategien für die Region im Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu erarbeiten.

Grundgedanke von RADOST ist eine enge Verzahnung zwischen Wissenschaft und Praxis. Neben einem Verbund von 11 Partnern, die vom BMBF direkt gefördert werden, sind an RADOST eine Vielzahl von Netzwerkpartnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Nichtregierungsorganisationen beteiligt und teilweise mit Unteraufträgen eingebunden. Das Netzwerk umfasste bei Antragstellung rund 60 Partner und wird im Laufe des Projektes kontinuierlich erweitert. Der regionale Dialog wird ergänzt durch einen nationalen und internationalen Informationsaustausch, der Partnerregionen in Europa, Nordamerika und Nordafrika mit einbezieht.

Bereits heute werden in den beteiligten Bundesländern jedes Jahr viele Millionen Euro in den Küstenschutz investiert. Für einen effizienten Einsatz dieser Mittel sind möglichst zuverlässige Aussagen über die zukünftige Entwicklung der Küstenlinie erforderlich. Die Auswirkungen des Klimawandels – sei es durch den Meeresspiegelanstieg, veränderte Strömungsbewegungen oder eine Verstärkung von Sturmflutereignissen – sind jedoch im Einzelnen noch sehr ungewiss. Eine weitere Herausforderung ist die Entwicklung der Gewässerqualität in einem wärmeren Klima mit veränderten Abflussverhältnissen.

Um die Entwicklung unter zukünftigen Umweltbedingungen besser einschätzen zu können, werden in RADOST bestehende Modelle miteinander gekoppelt und Veränderungen mit einer feineren räumlichen Auflösung als bisher abgebildet. Die naturwissenschaftlichen Forschungen umfassen Hydrodynamik, Sedimenttransporte, Gewässerqualität und Ökosysteme. Darüber hinaus werden die sozio-ökonomischen Folgen des Klimawandels und möglicher Anpassungsmaßnahmen untersucht. Vertieft behandelt werden die sechs Anwendungsbereiche Küstenschutz, Tourismus/Strandmanagement, Gewässermanagement/Landwirtschaft, Häfen/maritime Wirtschaft, Naturschutz und erneuerbare Energien.

Anwendungsprojekte mit Praxispartnern sollen verdeutlichen, welche wirtschaftlichen Chancen ein innovativer Umgang mit dem Klimawandel birgt. Zu den geplanten Anwendungen zählen die Verbindung von Küstenschutzbauwerken mit Tauchtourismus und der Nutzung von Meereswärme, Zukunftskonzepte für die Aquakultur, die Optimierung von Schiffsentwürfen für Ostseerouten und neue Marketingstrategien für den Strandtourismus.

RAdOst LogoWeitere Informationen zu RADOST sind auf der Projektwebsite zu finden.

Weiterführende Links:

Stichworte: Klimawandel, Anpassung, regionale Anpassungsstrategien, Naturschutz, Häfen, maritime Wirtschaft, Tourismus, Küstenschutz, erneuerbare Energien, Gewässermanagement, Landwirtschaft, Deutschland, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Ostseeküste

Auftraggeber: Bundesministerium für Bildung und Forschung

Partners: 

Bearbeiter:
Grit Martinez, Daniel Blobel, Anneke von Raggamby,Stefanie Wurm, Stephanie Schlegel, Susanne Müller,Christian Bruhn, Cornelius Laaser, Doris Knoblauch, Max Grünig, Rodrigo Vidaurre, Jennifer Reck
Laufzeit: 01.07.2009 bis 30.06.2014
Projektnummer: 2202

Letzte Aktualisierung: 19.08.2009

 
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