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Umweltforschung = Geistes- und Sozialwissenschaften plus Umweltwissenschaft

Präsentation

Umweltforschung = Geistes- und Sozialwissenschaften plus Umweltwissenschaft

TimeLoc
1. September 2015
São Paulo
Brasilien

Vom 1. bis 3. September 2015 trafen sich Experten aus elf Ländern in Europa, Nord- und Südamerika bei der São Paulo Research Foundation (FAPESP) in São Paulo (Brasilien), um zu diskutieren, wie die Zusammenarbeit zwischen Geistes- und Sozialwissenschaftlern auf der einen und Umweltwissenschaftlern auf der anderen Seite neue Wege der transformativen Umweltforschung eröffnen und damit innovative Lösungen für Globale Probleme entwickeln kann. Forschungsinitiativen nehmen eine immer stärker interdisziplinäre Perspektive ein und umfassen Studien, die Analysen der Welt auf unterschiedlichen Raum- und Zeitskalen erfordern. Diese neuen Visionen von Forschung beeinflussen die Art, wie Theorien formuliert und wissenschaftliche Analysen durchgeführt werden. Daher ist es wesentlich, solche Interaktionen zu stärken. Dr. Grit Martinez nahm an der Veranstaltung auf Einladung des Ministeriums für Bildung und Forschung teil.

Das Treffen war Teil der Aktivitäten der Transatlantischen Plattform für Geistes- und Sozialwissenschaften (Transatlantic Platform for the Social Sciences and Humanities, T-AP), einem Zusammenschluss von 13 bedeutenden Förderinstitutionen für Geistes- und Sozialwissenschaften, der im Oktober 2013 ins Leben gerufen wurde. Ziel der Plattform ist es, die transatlantische Zusammenarbeit von Förderinstitutionen, Forschungseinrichtungen und Wissenschaftlern zu unterstützen.

Der Workshop bestand aus einer öffentlichen Veranstaltung, die brasilianischen Wissenschaftlern der Universität von São Paulo und der FAPESP offen stand, und einer anschließenden geschlossenen Versammlung. Wie die Vorträge und Diskussionen beim öffentlichen Teil der Veranstaltung deutlich machten, konzentriert sich die Umweltwissenschaft darauf, Umweltprobleme zu erforschen und Lösungen auf physisch-biologischer Ebene zu erarbeiten; da diese Lösungen aber soziale, kulturelle, politische, ethische und ökonomische Antworten und Veränderungen erfordern, ist hier auch die Intervention von Geistes- und Sozialwissenschaftlern erforderlich. Um dies zu illustrieren, präsentierten die anwesenden Wissenschaftler Beispiele von Forschungsprojekten aus Nordamerika, Südamerika und Europa. Für Europa und speziell die deutsche Ostseeküste präsentierte Dr. Grit Martinez Ergebnisse einer transdisziplinären Studie zu historischen und kulturellen Pfadabhängigkeiten, die die Anpassungsreaktionen unterschiedlicher Küstengemeinden auf den Klimawandel beeinflussen.

Am zweiten und dritten Tag erörterten die Teilnehmer des Workshops, wie neue Methoden der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung nicht nur alle zugehörigen Disziplinen beeinflussen, sondern sich auch auf die Art auswirken, in der Umweltwissenschaftler zusammenarbeiten. Beispielsweise umfassen Geistes- und Sozialwissenschaften im Umweltbereich zunehmend Bereiche wie Umweltgeschichte und –soziologie, Ökolinguistik und Umweltphilosophie, die die historischen und gesellschaftlichen Aspekte von Umweltbelangen untersuchen. Darüber hinaus diskutierten die Anwesenden, wie umweltwissenschaftliche Initiativen, wie beispielsweise umfassende Datenerhebungen zur globalen Erwärmung, Geistes- und Sozialwissenschaftler dazu herausfordern, ihre Forschungsmethoden zu überdenken.

Die Veranstaltung endete mit einem Besuch der Brasilianischen Bibliothek. Die mehr als 20.000 m² umfassende Bibliothek beherbergt eine Sammlung wertvoller Bücher über Brasilien mit 17.000 Titeln, die der Universität São Paolo von den privaten Büchersammlern Guita und Jose Mindlin geschenkt wurde.


Veranstalter
Datum
1. September 2015
Ort
São Paulo, Brasilien
Sprache
Englisch
Schlüsselwörter
Geistes- und Sozialwissenschaften, Umweltgeschichte, Kultur, globaler Klimawandel, Klimawandel in Küstenregionen, Anpassung, Pfadabhängigkeiten, Bibliothek, Europa, Deutschland, Brasilien