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Regionale Kooperation im Kontext des EU-Klima- und Energierahmens für 2030

Regionale Kooperation im Kontext des EU-Klima- und Energierahmens für 2030

TimeLoc
17. Juni 2015
Berlin
Deutschland
Die regionale Kooperation im europäischen Strommarkt nimmt stetig zu. Es sind aber weitere Anreize nötig, damit die Kooperation eine zentrale Rolle für die Erreichung der 2030-Ziele spielen kann.

Die Europäische Kommission und der Rat fordern stärkere regionale Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten. Neben der weiteren Integration des Binnenmarktes soll diese Zusammenarbeit auch die Erreichung der EU-Ziele für Energieeffizienz und erneuerbare Energien erleichtern. Am 17. Juni 2015 präsentierte Katharina Umpfenbach Ergebnisse der Kurzstudie "Regional cooperation in the context of the new 2030 energy governance", die bestehenden Foren für regionale Kooperation im europäischen Stromsektor untersucht und nach ihrem potenziellen Beitrag zu einer künftigen Governance fragt. Die Präsentation steht als Download zur Verfügung.

Aufgrund der zunehmenden physischen Verknüpfung der Netze und der Strommärkte haben nationale Entscheidungen über den Energieträgermix immer größere Auswirkungen jenseits der Grenzen. Gleichzeitig fordern die Mitgliedstaaten größere Flexibilität bei der nationalen Umsetzung der 2030-Ziele. In dieser Gemengelage sprechen sich die Europäische Kommission und der Rat dafür aus, dass die neue Governance die regionalen Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten fördern soll. Aber wie würde diese Kooperation in der Praxis aussehen? Was könnte ihr spezifischer Beitrag zur Erreichung der 2030-Ziele sein?

Als Beitrag zu dieser Debatte analysiert die Kurzstudie "Regional cooperation in the
context of the new 2030 energy governance
" [pdf, 0.8 MB, Englisch] die bestehende institutionelle Landschaft für regionale Zusammenarbeit im Stromsektor. Die Autoren Katharina Umpfenbach, Andreas Graf und Camilla Bausch argumentieren, dass die bestehenden regionalen Initiativen einen wertvollen Ausgangspunkt bilden, um die  Zusammenarbeit zur Erreichung der 2030-Ziele auszubauen. Um voll zu einer wirksamen Governance und zur langfristigen Dekarbonisierung beizutragen, müssen sie jedoch weiterentwickelt werden. Sofern der politische Wille besteht, könnten die Mandate der bestehenden Foren ausgeweitet werden, so dass Mitgliedstaaten gemeinsame Anstrengungen zum Ausbau der erneuerbaren Energien oder sogar gemeinsame Klimaschutzstrategien entwickeln. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass freiwillige regionale Zusammenarbeit allein die unterschiedlichen nationalen Interessen, die einen einheitlichen EU-28-Ansatz ja verhindert haben, wieder in Einklang bringen kann. Der Erfolg der Zusammenarbeit wird davon abhängen, welche politischen und wirtschaftlichen Anreize die Regierungen sehen. Ein starker Anreiz für Kooperation würde sich ergeben, wenn die Mitgliedstaaten verpflichtet wären, nationale oder regionale Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu formulieren. Darüber hinaus könnte die EU finanzielle Unterstützung vorsehen und klare Vorgaben machen, wie die Integration und der Ausbau von erneuerbaren Energien systematisch regional eingebettet werden kann.

Die Studie wurde bei einer Climate Strategies Konferenz mit dem Titel "The 2020 Strategy Experience: Lessons for Regional Cooperation, EU Governance and Investment" vorgestellt.

 


Veranstalter
Climate Strategies, Großbritannien
Datum
17. Juni 2015
Ort
Berlin, Deutschland
Sprache
Englisch
Schlüsselwörter
2030 Klima- und Energierahmen, Energieunion, Binnenmarkt, regionale Kooperation, erneuerbare Energien, EU, Europa