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Regional Cooperation in the Context of the New 2030 Energy Governance

Regional Cooperation in the Context of the New 2030 Energy Governance

Wie kann regionale Kooperation zur Erreichung der EU-Energie- und Klimaziele für 2030 beitragen?

Die Europäische Kommission und der Rat fordern stärkere regionale Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten. Neben der weiteren Integration des Binnenmarktes soll diese Zusammenarbeit auch die Erreichung der EU-Ziele für Energieeffizienz und erneuerbare Energien erleichtern. In der vorliegenden Kurzstudie untersuchen Katharina Umpfenbach, Andreas Graf und Camilla Bausch die bestehenden Foren für regionale Kooperation im europäischen Stromsektor und fragen nach ihrem potenziellen Beitrag zu einer künftigen Governance. Die Studie steht als Download zur Verfügung.

In der Debatte über den Rahmen für die europäische Klima- und Energiepolitik bis 2030 und die vorgeschlagene Energieunion fordern die Europäische Kommission und der Rat stärkere regionale Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten. Neben der weiteren Integration des Binnenmarktes soll diese Zusammenarbeit auch die Erreichung der EU-Ziele für Energieeffizienz und erneuerbare Energien erleichtern. Beide sind für die Union als Ganzes, aber nicht für einzelne Mitgliedstaaten, festgelegt. In der vorliegenden Kurzstudie untersuchen Katharina Umpfenbach, Andreas Graf und Camilla Bausch die bestehenden Foren für regionale Kooperation im europäischen Stromsektor und fragen nach ihrem potenziellen Beitrag zu einer künftigen Governance. Die Studie steht als Download zur Verfügung.

Aufgrund der zunehmenden physischen Verknüpfung der Netze und der Strommärkte haben nationale Entscheidungen über den Energieträgermix immer größere Auswirkungen jenseits der Grenzen. Gleichzeitig fordern die Mitgliedstaaten größere Flexibilität bei der nationalen Umsetzung der 2030-Ziele. In dieser Gemengelage sprechen sich die Europäische Kommission und der Rat dafür aus, dass die neue Governance die regionalen Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten fördern soll. Aber wie würde diese Kooperation in der Praxis aussehen? Was könnte ihr spezifischer Beitrag zur Erreichung der 2030-Ziele sein?

Als Beitrag zu dieser Debatte analysiert die Kurzstudie die bestehende institutionelle Landschaft für regionale Zusammenarbeit im Stromsektor. Insbesondere enthält die Studie Fallstudien zu folgenden Institutionen:

  •      das Pentalaterale Energieforum (PLEF),
  •      die Offshore-Netz-Initiative der Nordseestaaten (NSCOGI),
  •      die Regionalgruppen des Verbands Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E),
  •      die Regionalen Initiativen im Bereich Strom (RIs).

Die Studie argumentiert, dass die bestehenden regionalen Initiativen einen wertvollen Ausgangspunkt bilden, um die  Zusammenarbeit zur Erreichung der 2030-Ziele auszubauen. Um voll zu einer wirksamen Governance und zur langfristigen Dekarbonisierung beizutragen, müssen sie jedoch weiterentwickelt werden. Sofern der politische Wille besteht, könnten die Mandate der bestehenden Foren um gemeinsame Anstrengungen zum Ausbau der erneuerbaren Energien oder sogar zu breiteren Klimaschutzstrategien erweitert werden. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass freiwillige regionale Zusammenarbeit allein die unterschiedlichen nationalen Interessen, die einen einheitlichen EU-28-Ansatz ja verhindert haben, wieder in Einklang bringen kann. Der Erfolg der Zusammenarbeit wird davon abhängen, welche politischen und wirtschaftlichen Anreize die Regierungen sehen. Ein starker Anreiz in Richtung Kooperation würde sich ergeben, wenn Mitgliedstaaten verpflichtet wären, nationale oder regionale Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu formulieren. Darüber hinaus könnte die EU finanzielle Unterstützung vorsehen und klare Vorgaben machen, wie die Integration und der Ausbau von erneuerbaren Energien systematisch regional eingebettet werden kann.


Zitiervorschlag

Katharina Umpfenbach, Andreas Graf and Camilla Bausch 2015: "Regional cooperation in the context of the new 2030 energy governance." Ecologic Institute, Berlin.

Sprache
Englisch
Finanzierung
Jahr
2015
Umfang
20 S.
Projektnummer
2116
Inhaltsverzeichnis

1 Introduction.
2 Why regional cooperation and what for exactly? – Mapping the existing institutional landscape.
3 Research questions and approach.
4 Case studies of four existing institutions for regional cooperation
4.1 North Seas Countries' Offshore Grid Initiative (NSCOGI)
4.2 Pentalateral Energy Forum (PLEF)
4.3 ENTSO-E's Regional Groups.
4.4 Electricity Regional Initiatives (RIs)
5 Harnessing the opportunities of regional cooperation for achieving the 2030 energy and climate targets.
5.1 Lessons from the existing cooperation landscape.
5.2 Looking forward towards 2030.
5.3  What this analysis means for potential next steps.
6 References.
Annex 1: List of interviewees.
Annex 2: Interview Guide.

Schlüsselwörter
Energie, Klima, Governance, EU, Erneuerbare Energien, Strom, Europa