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Transformationen der Ökologiebewegung: Entwicklung der wissenschaftsbasierten Umweltpolitikberatung

Transformationen der Ökologiebewegung: Entwicklung der wissenschaftsbasierten Umweltpolitikberatung

TimeLoc
14. November 2014
Berlin
Deutschland

Am 14. und 15. November 2014 fand im Archiv Grünes Gedächtnis der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin eine Tagung zum Thema "Transformationen der Ökologiebewegung: Von den Grenzen des Wachstums zur Konferenz von Rio" statt. Hierfür haben Doris Knoblauch und Susanne Langsdorf (beide Ecologic Institut) zwei Artikel zur Entwicklung der wissenschaftsbasierten Umweltpolitikberatung, die im Projekt "Vom 'blauen Himmel über der Ruhr' zur Energiewende" entstanden, vorgestellt. Die beiden Artikel beleuchten die Entwicklung der Umweltbewegung und der nicht-staatlichen Umweltpolitikforschung in Ost- und Westdeutschland in den 1970er und 1980er Jahren um so bis heute bestehende Unterschiede in der nicht-staatlichen Umweltpolitikforschung und -beratung zu erklären. Die Artikel stehen als Download zur Verfügung.

Die vorgestellten Artikel zur deutschen Umweltbewegung

Auf der Konferenz diskutierte Susanne Langsdorf den Artikel Die Umweltbewegung in der DDR und die Umweltpolitikberatung in den neuen Bundesländern, der von ihr in Zusammenarbeit mit Elena Hofmann erstellt wurde. Bis heute unterscheidet sich die Landschaft der wissenschaftsbasierten Umweltforschungsinstitute in Ost- und Westdeutschland. In ihrem Vortrag ergründete Susanne Langsdorf die Ursachen hierfür sowie die Auswirkungen eines autoritären Staats auf die Entwicklung einer sozialen (Umwelt-)Bewegung. In diesem Zusammenhang sind die Nutzung des Themas Umwelt als Vehikel für Systemkritik sowie die eher unpolitisch wirkenden Aktionen (wie etwa gemeinsam Bäume zu pflanzen), die Teilnehmer/innen jedoch politisieren konnten, für die DDR Umweltpolitikbewegung charakteristisch.

Doris Knoblauch stellte den Artikel Die Anfänge der nicht-staatlichen Umweltpolitikforschung und -beratung, der von ihre gemeinsam mit Linda Mederake verfasst wurde, zur Diskussion. In diesem Diskussionspapier wird untersucht, wie es zur Gründung der ersten nicht-staatlichen Institute im Bereich der Umweltpolitik in Westdeutschland kam, welche Rolle Umweltpolitikforschung und -beratung in diesem Gefüge spielen und welche Faktoren welchen Einfluss auf die Gründung und Entwicklung der nicht-staatlichen Institute hatte. Dabei zeigt sich, dass der nicht-staatlichen, wissenschaftsbasierten Umweltpolitikberatung erst ab Mitte der 1970er Jahre eine entscheidende Rolle zukam.

Das Projekt "Vom 'blauen Himmel über der Ruhr' zur Energiewende"

In dem Projekt Vom 'blauen Himmel über der Ruhr' zur Energiewende wurden die Anfänge und die Entwicklung der wissenschaftsbasierten Umweltpolitikberatung in Deutschland beleuchtet. Zu diesem Zweck wurden 20 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zur Entstehung und Entwicklung der Umweltpolitikforschung und -beratung interviewt. Mitschnitte der Interviews, die Aufnahmen der öffentlichen Veranstaltung sowie eine schriftliche Aufarbeitung sind auf der Projektwebseite zu finden.


Veranstalter
Heinrich Böll Stiftung (Böll Stiftung), Deutschland
Datum
14. November 2014
Ort
Berlin, Deutschland
Sprache
Deutsch