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Quality of Life, Wellbeing and Biodiversity

Quality of Life, Wellbeing and Biodiversity

The Role of Biodiversity in Future Development
Kooperation und Kommunikation im Biodiversitätsschutz sollte die Vielfalt an Auffassungen über Natur und Lebensqualität anerkennen und sich zunutze machen.

Die Biodiversität trägt auf sehr unterschiedliche Art und Weise zum menschlichen Wohlergehen bei. Gerade für Menschen in Entwicklungsländern sind Biodiversität und natürliche Ressourcen oft die elementare Basis für das Überleben und stehen gleichzeitig für eine Reihe von kulturellen, spirituellen oder religiösen Werten. Diese Studie untersucht im Kontext der Entwicklungszusammenarbeit die vielfältigen Wahrnehmungen und Ansichten von Natur- und Biodiversitätsschutz. Darauf aufbauend wird der Frage nachgegangen, wie Biodiversitätsschutz in der internationalen Zusammenarbeit effektiver umgesetzt werden kann. Die Studie steht als Download zur Verfügung.

In der Studie werden unterschiedliche 'Narrative' über die Biodiversität und ihren Wert differenziert und deren jeweilige Rolle in der internationalen Zusammenarbeit untersucht. Das wesentliche Ziel der Studie ist es, die große Vielfalt an Wertvorstellungen von Biodiversität aufzuzeigen, um damit eine Diskussion zwischen Entscheidungsträgern und Praktikern über die Frage voranzubringen, ob und wie diese Vielfalt in der Entwicklungszusammenarbeit genügend berücksichtigt werden kann.

Methodisch wurden in der Studie unterschiedliche Zugänge zu dem Thema gewählt. Ein wesentlicher Teil der Analysen basierte auf vorhandener wissenschaftlicher Literatur und politischen Dokumenten. Darüber hinaus wurden VertreterInnen von Entwicklungs- und Naturschutzinstitutionen telefonisch interviewt. In Workshops in Addis Abeba (Äthiopien) und Quito (Ecuador) wurde mit Experten diskutiert, welche Auffassungen von Biodiversität in ihren regionalen Kontexten vorherrschen und wie dies die Umsetzung von Biodiversitätspolitik und praktische Entwicklungsarbeit beeinflusst.  

Zudem wurde eine weitere Studie erstellt, die explizit die Unterschiede in den Diskursen über Biodiversität und Lebensqualität zwischen Nepal und Bhutan erörtert. Diese Studie steht ebenfalls auf dieser Website als Download zur Verfügung.

Die Hauptstudie endet mit einer Reihe von Empfehlungen, wie der Schutz von Biodiversität effektiver in die Entwicklungszusammenarbeit integriert werden kann. Als ein wichtiger Punkt stellte sich dabei heraus, dass bei der Zusammenarbeit die unterschiedlichen Narrative der Biodiversität nicht nur berücksichtigt, sondern auch konkret in der Kommunikation eingesetzt werden sollten, je nachdem in welchem räumlichen und kulturellen Kontext sich die Zielgruppe befindet.

Eine Verengung des Diskurses auf das Konzept der Ökosystemleistungen kann hingegen zu Verwirrung und Missverständnissen zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, Sektoren und politischen Ebenen führen. Nicht zuletzt birgt dies die Gefahr, dass sich die vielfältigen Einstellungen und Wahrnehmungen der Menschen gegenüber der Natur zunehmend auf ihren rein ökonomischen Nutzen verengen und damit dem Biodiversitätsschutz eine Reihe von wichtigen Argumenten ausgehen.

Als Beitrag zur 3. IPBES Plenary Session vom 12.-17. Januar in Bonn wurde ein kurzer Policy Brief erstellt, der einige der wichtigen Ergebnisse aus der Hauptstudie zusammenfasst. Der Policy Brief kann heruntergeladen werden.


Zitiervorschlag

Kaphengst, Timo; McKenna Davis; Christiane Gerstetter et al. 2014: Quality of Life, Wellbeing and Biodiversity. The role of biodiversity in future development. ISBN: 978-3-937085-28-9.

Sprache
Englisch
Jahr
2014
ISBN
978-3-937085-28-9
Umfang
91 S.
Projektnummer
2258
Inhaltsverzeichnis

1 Introduction
1.1 Aim and focus of the study
1.2 Brief clarification of terms
1.3 Methodological approach and structure of the study
2 Biodiversity and wellbeing in selected international policies
2.1 International Conventions and the Rio+20 Process
2.1.1 The UN Convention on Biological Diversity (CBD), with a particular focus on the Nagoya Protocol
2.1.2 The UN Framework Convention on Climate Change (UNFCCC)
2.1.3 The UN Convention to Combat Desertification (UNCCD)
2.2 Other relevant UN processes
2.2.1 The UN process towards Sustainable Development Goals (SDGs) 17
2.2.2 The Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES)
2.2.3 The UN Committee on World Food Security
2.3 Summary
3 Biodiversity and its link to wellbeing – dominant narratives
3.1 The practical utility of biodiversity for humans
3.1.1 Ecosystem services
3.1.2 Livelihoods
3.1.3 Work and income
3.2 Non-utilitarian narratives of biodiversity
3.2.1 Religious / spiritual / cultural value
3.2.2 Identity
3.2.3 Intrinsic value
3.3 From theory to reality: applying the narratives discussion in practice
4 The role of biodiversity in discourses about future development
4.1 What is the predominant understanding of “development”?
4.2 Alternative approaches
4.2.1 Degrowth
4.2.2 Economics of happiness
4.2.3 Measuring development: Beyond GDP & alternative indicators for wellbeing
4.2.4 Resilience
4.2.5 The capabilities approach
4.2.6 BuenVivir and Vivir Bien
5 Integrating biodiversity in development cooperation – narratives and strategies
5.1 At the policy and strategic level
5.2 At the national and application level
5.2.1 Narratives on biodiversity in development cooperation
5.2.2 The impact of market-based instruments to conservation on the poor - insights from the literature
5.3 Conclusions
5.4 Recommendations on how to better integrate biodiversity in development cooperation
References

Schlüsselwörter
Biodiversität, Entwicklung, Entwicklungszusammenarbeit, Lebensqualität, Wohlergehen, Natur, Ökosystemleistungen, Narrative, globaler Süden, Studie