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Die Rolle der Biodiversität in der internationalen Zusammenarbeit

Die Rolle der Biodiversität in der internationalen Zusammenarbeit

TimeLoc
2. September 2014 bis 6. September 2014
Lepizig
Deutschland

Auf der Degrowth Konferenz vom 2. bis 6. September 2014 wurde intensiv über ein neues ökonomisches Paradigma in all seinen gesellschaftlichen und politischen Facetten debattiert. Das Ecologic Institut trug mit Präsentationen, Workshops und Moderationen zum Gelingen der Konferenz bei. Christiane Gerstetter und Timo Kaphengst führten einen Workshop zum Thema "Biodiversität und Lebensqualität in der Entwicklungszusammenarbeit" durch. Das Handout steht zum Download zur Verfügung.

Der Inhalt des Workshop orientierte sich an dem aktuellem Projekt "Die Rolle der Biodiversität in der internationalen Zusammenarbeit". Der Workshop verfolgte das Ziel, den Teilnehmenden die Vielfalt existierender Auffassungen zum Mensch-Natur-Verhältnis aufzuzeigen und welche Rolle  Lebensqualität dabei spielt. Dabei wurden Konzepte zu Natur und Biodiversität aus dem globalen Süden und indigenen Gruppen mit den eher instrumentellen und ökonomischen Ansichten verglichen, die derzeit in der westlichen Welt und in der internationalen Politik vorherrschen,

Außerdem wurde diskutiert, welche Auswirkungen es haben kann, wenn traditionelles Wissen und Wertvorstellungen gegenüber Biodiversität in der Entwicklungszusammenarbeit nicht hinreichend Beachtung finden.

Im Kontext von "Degrowth" (im deutschen auch "Entwachstum" oder "Post-Wachstum") stellten Christiane Gerstetter und Timo Kaphengst eine Reihe von Thesen vor, um der Frage nachzugehen, ob das Degrowth-Paradigma Alternativen zur "Kommerzialisierung der Natur" bieten kann, so wie sie derzeit kontrovers auf internationaler Ebene diskutiert wird.

  1. Das Degrowth-Konzept steht rein utilitaristischen Ansichten von Biodiversität im Vergleich zur konventionellen Ökonomie sehr viel kritischer gegenüber.
  2. Degrowth liegt ein Verständnis von menschlichem Wohlergehen zu Grunde, das sich nicht rein auf ökonomische Parameter beruft, sondern stattdessen funktionierende soziale Beziehungen, einträgliche Arbeit und eine gesunde Umwelt in den Vordergrund stellt.
  3. Viele VertreterInnen von Degrowth-Ansätzen sehen eine Ausweitung der Marktlogik kritisch – so wie es dem Konzept der Ökosystem(dienst)leistungen innewohnt.

Mit über 3000 Teilnehmern und einem gesteigerten Medieninteresse wurde die Konferenz von den Organisatoren als großer Erfolg gewertet.


Datum
2. September 2014 bis 6. September 2014
Ort
Lepizig, Deutschland
Sprache
Englisch
Schlüsselwörter
Ökosystemleistungen, Entwicklungszusammenarbeit, Internationale Zusammenarbeit, Natürliche Ressourcen, Naturauffassungen, Deutschland, Global, menschliches Wohlergehen, Handout, Deutschland