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Verankerung der Klimawandelthematik in der ländlichen Entwicklungspolitik post-2013

Verankerung der Klimawandelthematik in der ländlichen Entwicklungspolitik post-2013

TimeLoc
23. Mai 2014
Brüssel
Belgien

Am 23. Mai 2014 veranstaltete die Generaldirektion Klimapolitik in Brüssel ein Treffen der Arbeitsgruppe (AG) 5 des Klimaschutzkomitees. Diese AG konzentriert sich auf die Umsetzung des LULUCF-Beschlusses und Politik zur Entwicklung der Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft. Ana Frelih-Larsen, Senior Fellow am Ecologic Institut, präsentierte bei dem Treffen eine Studie zur Verankerung der Klimawandelthematik in der ländlichen Entwicklungspolitik post-2013. Die Vortragsfolien stehen als Download zur Verfügung.

Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft (LULUCF) ist ein Inventarsektor, der von Menschen verursachte Emissionen und Emissionsabbau, der durch Veränderungen der terrestrischen Kohlenstoffspeicher entsteht, umfasst. Mit dem LULUCF-Beschluss der EU (Nr. 529/2013) wird die Verpflichtung für Mitgliedsstaaten eingeführt, ihre Treibhausgasemissionen und deren Abbau durch Aktivitäten auf Ackerland, Weideland, in Wäldern und auf bewaldeten, aufgeforsteten und abgeforsteten Flächen ab 2020 nachzuweisen und zu melden. Des Weiteren sind die Mitgliedsländer dazu verpflichtet, Aktionspläne mit Maßnahmen zu entwickeln, die Emissionen eingrenzen oder reduzieren und Emissionsabbau im LULUCF-Sektor konstant halten oder erhöhen sollen.

Bei dem Treffen der AG 5 wurden die Fortschritte bei der Anwendung des LULUCF-Beschlusses  in der EU diskutiert und verschiedene Aktionen im Zusammenhang mit dem LULUCF-Sektor präsentiert.

Ana Frelih-Larsens Präsentation konzentrierte sich auf vorausgehende Ergebnisse des Projektes "Verankerung der Klimawandelthematik in der ländlichen Entwicklungspolitik post-2013". In ihrer Präsentation behandelte sie die Bandbreite an neuen und innovativen Klimaschutzmaßnahmen, die Methodik zur Auswahl dieser Maßnahmen sowie technische Datenblätter die den Mitgliedsländern Orientierung darüber bieten, wie diese Maßnahmen durch Programme für ländliche Entwicklung unterstützt werden können. Unter neuen und innovativen Maßnahmen werden jene verstanden, die entweder noch nicht häufig in Programmen für ländliche Entwicklung angewandt werden oder zwar schon in vielen Programmen angewandt wurden, aber wesentlich in ihrer Klimaschutz- und –anpassungswirkung verbessert werden können. Die technischen Datenblätter enthalten detaillierte Informationen über die erwarteten klimatischen Folgen, Nebenwirkungen und zu erwartende Kosten/Nutzen der einzelnen Maßnahmen. Außerdem verdeutlicht der Leitfaden, wie die Anwendung von Maßnahmen kontrolliert werden kann und welche Hindernisse und Herausforderungen bei der Anwendung in Programmen für ländliche Entwicklung auftreten können.

Die Leitlinie, die das Projekt entwickelt hat, kann Mitgliedsstaaten auch dabei unterstützen, Maßnahmen für die LULUCF-Aktionspläne zu erkennen und kann Einsichten darüber liefern, wie diese Aktionspläne in ländliche Entwicklungsprogramme eingebunden werden können.