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Influences on Consumer Behaviour

Influences on Consumer Behaviour

Policy Implications Beyond Nudging
Wie können Verbraucherentscheidungen in Richtung Nachhaltigkeit gelenkt werden?

Dieser Policy Brief von Katharina Umpfenbach und Kollegen für die GD Umwelt fasst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aus Verhaltensökonomie, Psychologie und Soziologie zusammen und fragt nach ihrer Bedeutung für die Politik. Anschließend werden Ideen für innovative Ansätze vorgestellt, wie die Politik Impulse für nachhaltigen Konsum geben könnte.

Es ist eine Binsenweisheit, dass Menschen, denen bestimmte Informationen fehlen (z. B. über die Auswirkungen ihres Verhaltens auf die Umwelt), diese in ihrer Entscheidungsfindung nicht berücksichtigen können. Dies hat dazu geführt, dass viele politische Interventionen genau solche Informationen bereitstellen (z. B. Energieverbrauchskennzeichnung). Die Prämisse, dass gut informierte Menschen 'die richtigen Entscheidungen treffen' lässt sich allerdings wissenschaftlich nicht belegen. Die Forschung zum menschlichen Verhalten zeigt vielmehr, dass die Vorstellung einer wirtschaftlichen rationalen Entscheidungsfindung zu holzschnittartig ist. Die meisten Entscheidungen sind sehr komplex und unterliegen vielen verschiedenen Einflussfaktoren.

Der Policy Brief erörtert Erkenntnisse über den Einfluss von Vereinfachungen und Verzerrungen (sogenannten 'biases') und der Art der Darstellung ('framing') auf die Entscheidungsfindung. Außerdem wird die Rolle von Werten und sozialen Normen sowie der physischen Infrastruktur beleuchtet.

Die Autoren schlussfolgern, dass politische Entscheidungsträger, die Änderungen im Verbraucherverhalten anstoßen wollen, breiter über die verschiedene, miteinander verknüpften Einflussfaktoren nachdenken müssen, die Menschen dazu bringen oder davon abhalten, umweltfreundlicher zu handeln. Politikmaßnahmen sollten die wichtigsten Einflussfaktoren gleichzeitig und kohärent angehen. Schließlich erscheint es vielsprechend, Politikmaßnamen nicht auf Individuen, sondern auf bestimmte Gruppen oder ganze Segmente der Gesellschaft zuzuschneiden.

Der englische Websiteartikel Promoting green behaviour: don't mention the environment! faßt die Ergebnisse des Policy Briefs zusammen. Der Policy Brief [pdf, 687 KB, Englisch] steht als Download zur Verfügung.


Zitiervorschlag

Umpfenbach, Katharina 2014: Influences on consumer behaviour. Policy implications beyond nudging, Berlin: Ecologic Institut.

Sprache
Englisch
Finanzierung
Verlag
Jahr
2014
Umfang
23 S.
Projektnummer
2530
Inhaltsverzeichnis
  1. Introduction
  2. Research into behaviours and its insights for environmental policy making
    2.1 Reconsidering information provision
    2.2 Biases in decision making processes
    2.2.1 Implications for Policy
    2.3 The influence of motivations, norms and world-views
    2.3.1 Research
    2.3.2 Implications for Policy
    2.4 The influence of situations
    2.4.1 Research
    2.4.2 Implications for Policy
  3. Using behaviour research for each step in the policy-making process
    3.1 Reviewing the range of behaviours to influence
    3.2 Framing the policy question
    3.3 Factors affecting how successful a policy intervention may be
    3.4 Considering the drivers acting against pro-environment behaviours
    3.5 Prioritising Interventions
    3.6 Strengthening the Rationale for Policy Interventions
    3.7 Winning political support
  4. Illustrative Potential Policies
    4.1 Display Life Cycle Costs at decision point
    4.2 Use Defaults
    4.3 Roll out comparison of utility use
    4.4 Change infrastructures
    4.5 Promotion of change in the Workplace
    4.6 Better Targetting of information campaigns for SMEs
    4.7 Using marketing to promote environmental behaviours
    4.8 Promoting leisure time

Annex

Schlüsselwörter
Verbraucher, Verhalten, Werte, soziale Normen, soziale Praktiken, Verhaltensökonomik, Europa