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Empfehlungen für die Politik - Erkenntnisse aus dem Projekt LEDDRA

Empfehlungen für die Politik - Erkenntnisse aus dem Projekt LEDDRA

TimeLoc
17. März 2014
Berlin
Deutschland
Um Landdegradierung und Wüstenbildung wirksam anzugehen, müssen die Politiken die soziale und wirtschaftliche Dimension berücksichtigen und adaptiv in ihren Antworten auf sich ändernde Umstände sein.

Die Forschungsergebnisse des LEDDRA-Projekts zeigen, dass nicht nur unwirksames Design und die Umsetzung der Umweltpolitik zu Land-, Ökosystemdegradierung und Wüstenbildung (LEDD) führen. Auch sozio-ökonomische Aspekte, die zu Land- und Ökosystemproblemen beitragen, müssen berücksichtigt werden. Ruta Landgrebe vom Ecologic Institut betonte in ihrem Vortrag die Notwendigkeit von sozial-ökologisch geeigneten Antworten auf LEDD. Um das zu erreichen, sollten die Politiken ökologische, wirtschaftliche und soziale Auswirkungen in einer integrierten Art und Weise adressieren, um zur nachhaltigen Entwicklung in LEDD-Gebieten beizutragen. Die Vortragsfolien stehen als Download zur Verfügung.

Eine zentrale Herausforderung ist es, flexible und adaptive Politiken für verschiedene lokale Kontexte zu entwickeln. Diese wären fähig auf die zu erwartenden und unerwartbare Veränderungen in der Zukunft zu reagieren. Das "Komplex Adaptive Systeme Paradigma" und "Resilience Denken" waren die wichtigsten Konzepte, der LEDDRA-Forschung. Auf ihnen beruhen zahlreiche Erkenntnisse für eine verbesserte Politikanpassung. Einige Beispiele dafür sind:

  • Verschiebung von externen auf interne Finanzierungssysteme,
  • Förderung des Zugangs der jüngeren Generationen zum Land, und
  • Sicherstellen des Ablaufs von Politikbewertung und Wiederanpassung in Rückkoppelung mit lokalen Akteuren.

Im LEDDRA-Projekt wurden Politikoptionen für acht verschiedene Standorte, wie z. B. Ackerland, Weideland, Wald- und Buschregionen, entwickelt. Viele verschiedene lokale und regionale Akteure wurden an diesem Prozess durch den partizipativen Ansatz beteiligt. Diese Politikoptionen wurden dann bis auf EU- und internationale Ebene skaliert.

Die LEDDRA Policy Conference 2014 war ein Meilenstein des Forschungsprojekts LEDDRA und schließt dieses Forschungsprojekt ab. Das primäre Ziel der Policy Conference war es, die politikbezogenen Projektergebnisse zu präsentieren und die damit verbundenen Handlungsempfehlungen zu diskutieren. Aber auch neue kritische Denkansätze für künftige LEDD-Initiativen sollten entwickelt werden.

Die Konferenz brachte LEDDRA-Forscher, politische Entscheidungsträger aus der internationalen und europäischen Organisationen sowie Interessengruppen und NGOs zusammen. Die Diskussionsbeiträge und Fragen an die Referenten werden in die Schlussfolgerungen des Projekts integriert. Diese sollen die laufenden Bemühungen, Landdegradierung und Wüstenbildung auf internationaler, europäischer und nationaler Ebene zu bekämpfen, fördern.


Veranstalter
Ecologic Institut, Deutschland
Datum
17. März 2014
Ort
Berlin, Deutschland
Sprache
Englisch
Schlüsselwörter
Boden, Land Degradierung, Wüstenbildung, Wasser, Landwirtschaft, Wald, Ressourcen, Anpassung, Politik Antworten, Multi-Level Governance, Umweltintegration, UNCCD, Konferenz, Griechenland, Italien, Spanien, Marokko, China