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Übergang zu kohlenstoffarmer Energiesicherheit (MILESECURE 2050)

Übergang zu kohlenstoffarmer Energiesicherheit (MILESECURE 2050)

MILESCURE 2050 erforscht und bewertet den mehrdimensionalen Prozess, der zu kohlenstoffarmer Energiesicherheit in Europa führt. Mit dem Blick auf das Jahr 2050 beleuchtet das Projekt fördernde und hindernde Faktoren gesellschaftlicher und individueller Wandlungsprozesse und entwickelt Governance-Ansätze für eine kohlenstoffarme Energiesicherheit. Eine Zusammenfassung der Konferenz steht als Download zur Verfügung.

Der Wandel hin zu einer kohlenstoffeffizienten Wirtschaft und Gesellschaft muss als Prozess begriffen werden, der Ergebnis nicht nur bewusster Handlungen, sondern auch des Zusammenspiels unbeabsichtigter Faktoren ist. Allerdings beeinflusst ein Energiewandel das Leben aller Individuen, da Energie unentbehrlich für Wärme, Licht und Wasser ist. MILESECURE 2050 folgt dem Ansatz, dass mehrere miteinander verbundene, sich parallel entwickelnde Faktoren (ökologisch, geopolitisch, kulturell, politisch, technologisch, ökonomisch und kombiniert) geprüft werden müssen, um mögliche Modi für gesellschaftlichen Wandel erklären zu können. Daher definiert MILESECURE 2050, mehrskalige Szenarien, die unter anderem verhaltensbezogene und intuitive Aspekte innerhalb und außerhalb der EU beinhalten, und modelliert diese Szenarien, um so deren Einfluss auf Mitgliedsstaaten sowie den Grad der Verteilung von sozialen und geographischen Kosten und Nutzen zu ermitteln. Die Ergebnisse dienen einer verbesserten Steuerung der strategischen Optionen im Energiewandlungsprozess in allen Gesellschaftschichten.

In diesem Zusammenhang ist das Ziel der Studie, einige Schlüsselfragen der Forschung zu folgenden Themen zu beantworten:

  • Der Grad der Vulnerabilität bezüglich Energie in EU-Mitgliedsstaaten, sowohl kollektiv als auch individuell, für mögliche Ereignisse und Einflüsse der globalen Wirtschaft
  • Wie gut die einzelnen EU-Mitgliedsstaaten im Hinblick auf den Wandel zu kohlenstoffarmer Wirtschaft und Energiesicherheit positioniert sind
  • Wie komplex die Zusammenwirkung von gesellschaftlichen Trends, Strategien, ökonomischen Entwicklungen und Naturereignissen ist, die zu Verbesserung oder Minderung der Energiesicherheit beiträgt
  • Das optimale Verhältnis von politischen, gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und anderen Faktoren als Voraussetzung für die effizienteste und effektivste Erleichterung des Wandels zu kohlenstoffarmer Wirtschaft und Verbesserung der Energiesicherheit in allen Mitgliedsstaaten.

Das Projekt beinhaltet sechs zentrale Arbeitspakete zur Zielerreichung. Das erste Arbeitspaket erforscht Vorgehensweisen, Trends und Szenarien im Zusammenhang mit Energiesicherheit und Low-Carbon Transition in Europa aus einer Top-Down-Perspektive. Das zweite Arbeitspaket bestimmt anhand eines Satzes von 100 Fallstudien (d. h. einer Bottom-Up-Perspektive) die gesellschaftlichen Verhältnisse, die den Wandel hin zu einer kohlenstoffarmen Gesellschaft fördern oder erschweren. Im Rahmen des dritten Arbeitspakets leitet  das Ecologic Institut Fokusgruppen und führt Experteninterviews durch. Dieses Arbeitspaket bestimmt die signifikanten Faktoren, d. h. die Faktoren, die sich vorantreibend oder behindernd auf den Wandlungsprozess der Gesellschaften und Individuen auswirken und ermittelt mögliche Vorgehensweisen, die Strategien für geringen CO2-Ausstoß und Energiesicherheit anregen. Daraus ergeben sich einige Szenarien. Das vierte Arbeitspaket fasst die Ergebnisse der ersten drei Arbeitspakete zusammen, um mehrskalige Szenarien zu erstellen und deren Folgen zu bewerten. Das fünfte Arbeitspaket wird Governance-Optionen entwickeln, um die Energiewende zu erleichtern, während das sechste Arbeitspaket  effektive Kommunikation und Verbreitung der Ergebnisse in Politik- und Wissenschaftskreisen sicherstellt.

MILESECURE 2050 wird durch die Politecnico Di Torino koordiniert und durch das 7. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission gefördert. 

Am 17. September 2014 lotete die Research for a Post-Carbon Future Konferenz Wege aus, um Herausforderungen in Möglichkeiten zu wandeln und die EUauf den Weg in eine nachhaltigere Zukunft zu geleiten. Eine Zusammenfassung der Konferenz finden Sie hier.


Finanzierung
Europäische Kommission, Generaldirektion Forschung & Innovation (GD Forschung & Innovation)
Partner
Projektdauer
Januar 2013 bis Dezember 2015
Projektnummer
2721
Schlüsselwörter
Energiesicherheit, sozialökonomische Aspekte, nachhaltiger Lebensstil, Energiewende, gesellschaftlicher Prozess, Geopolitik, Strategieanalyse, Europa