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Schwimmen im Müll – Meeresverschmutzung und ihre Auswirkung auf das Leben im Wasser - Auftaktveranstaltung

Veranstaltung

Schwimmen im Müll – Meeresverschmutzung und ihre Auswirkung auf das Leben im Wasser - Auftaktveranstaltung

Timeloc
4. November 2013
Berlin
Deutschland
Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff der biologischen Vielfalt? Und was können wir tun, um sie zu erhalten?

Der Begriff "Biodiversität", oder biologische Vielfalt, taucht verstärkt in verschiedenen gesellschaftlichen und politischen Debatten auf, nicht zuletzt, weil zahlreiche Arten und Ökosysteme bedroht sind und mit dem Verlust der biologischen Vielfalt aktuelle und künftige Optionen zivilisatorischer Entwicklung verloren gehen. Was genau verbirgt sich hinter dem Begriff, welche Zusammenhänge zwischen menschlichem Wohlergehen und biologischer Vielfalt gibt es und was können Politiker (und auch Sie!) tun, um sie zu erhalten?

Zu diesen Fragen haben sich das Ecologic Institut, die Urania Berlin und das Museum für Naturkunde Berlin zusammengetan, um Ihnen in einer Veranstaltungsreihe - Biodiversität - lokal/global - das Thema biologische Vielfalt in all seinen (gesellschaftsrelevanten) Facetten näher zu bringen. Anerkannte Expertinnen und Experten berichten aus Ihrem Fachgebiet und diskutieren mit Ihnen. Alle Veranstaltungen finden in der Urania in Berlin statt.

Auftaktveranstaltung

In den Weiten des Ozeans finden sich die unterschiedlichsten Kreaturen. Die Verschmutzung der Meere durch den Menschen stellt jedoch eine zunehmende Bedrohung für diese biologische Vielfalt dar. In der Auftaktveranstaltung: Schwimmen im Müll – Meeresverschmutzung und ihre Auswirkung auf das Leben im Wasser wurden zum einen diese Gefahren vorgestellt und  desweiteren erörtert, was die Politik und jeder einzelne dazu beitragen kann das Problem zu reduzieren. Außerdem wurde darüber diskutiert, welche Rolle Naturschutzeinrichtungen und Museen beim zukünftigen Schutz der Biodiversität spielen können.

Die Rolle von Museen bei der Erforschung der Biodiversität

Prof. Johannes Vogel, PhD, Direktor am Museum für Naturkunde Berlin, gab einen Einblick in die Rolle der Museen bei der Erforschung der Biodiversität sowie ihrer Vermittlung im 21. Jahrhundert. Am Beispiel des Naturkundemuseums zu Berlin erläuterte er das besondere Potential der Museen in ihrer Verbindung von Forschungs-und Bildungsauftrag. Als Mitglied der Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft und als Teil des Berliner Wissenschaftsnetzwerks liefert das Naturkundemuseum Berlin u.a. einen zentralen Beitrag in der Erforschung der globalen Biodiversität. Weiterhin vermitteln die Ausstellungen des Museums naturhistorisches Wissen auf anschauliche Weise, sowohl für Wissenschaft als auch für die Zivilgesellschaft. Da das Naturkundemuseum Berlin zu den am häufigsten besuchten Museen in Deutschland zählt, kann es darüber hinaus als wichtiger Ort der Begegnung und des innergesellschaftlichen Austauschs zu wissenschaftlichen und politikrelevanten Themen fungieren. Professor Vogel sprach sich im Besonderen dafür aus, letztgenannte Funktion in der Zukunft noch weiter zu stärken.

Die Auswirkungen der Meeresverschmutzung auf das vielfältige Leben im Wasser

Im Anschluss an diesen Vortrag sprach Prof. R. Andreas Kraemer, Direktor des Ecologic Instituts Berlin, zur globalen Verschmutzung der Meere sowie den Auswirkungen auf das vielfältige Leben im Wasser. Zwei Eingangs gezeigte Videos verdeutlichten bewegend das Ausmaß der globalen Verschmutzung durch Abfälle sowie die dramatischen Auswirkungen von Meeresmüll auf die Lebensbedingungen von Tieren im Wasser. Die am häufigsten vorkommenden Arten von Müll im Wasser stellen verloren oder gekappte Fangnetze aus der Fischerei sowie vom Land verirrte Plastikabfälle dar. Sie bedeuten u.a. lebensbedrohliche Gefahren für viele Tierarten, wie Seelöwen, Vögel und Schildkröten. Große Mengen an nicht abbaubarer Plastik und "Mikroplastik" finden sich gegenwärtig in allen großen Ozeanwirbeln der Erde. Diese Erkenntnisse verdeutlichen einmal mehr die dringende Notwendigkeit, den globalen Plastikverbrauch zu senken und die vorhandenen Mengen zu recyceln. Professor Kraemer rief sowohl Politik, Industrie, Handel als auch Bürger und Wähler dazu auf, einer zunehmenden Verschmutzung aktiv entgegen zu wirken. 

Moderiert wurde die Auftaktveranstaltung von Prof. Dr. Ludwig Ellenberg, emeritiert am Geographischen Institut der Humboldt Universität Berlin und Mitglied im Vorstand der Urania Berlin e.V. Im Anschluss an die beiden Vorträge fand eine rege Diskussion zwischen Publikum und Rednern statt, indem u.a. die Möglichkeiten von schulischer Umweltbildung, verschiedener Recyclingverfahren von Plastik und die globalen Interdependenzen in der Problematik erörtert wurden.

Weitere Termine der Veranstaltungsreihe - Biodiversität - lokal/global

Die Veranstaltungsreihe setzt sich bis Juni 2014 fort. Informationen hierzu entnehmen sie bitte dem Flyer unten. Anmeldungen sind nicht erforderlich.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!